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Schule in Freiburg fordert seit einem Jahrzehnt Kameras für Fahrradabstellplatz nach Serie von Diebstählen und Manipulationen

Am Droste-Hülshoff-Gymnasium sorgen wiederholt Diebstähle und an Fahrrädern manipulierte Bremsen für Unruhe. Schulleiter Martin Rupp fordert deshalb Videoüberwachung am offenliegenden Velostand — die Stadt lehnt ab, da es sich um öffentliches Gelände handle.

Schule in Freiburg fordert seit einem Jahrzehnt Kameras für Fahrradabstellplatz nach Serie von Diebstählen und Manipulationen
©Illustration KI Stefan Aebischer / news10.ch

Wiederholte Vorfälle am Droste-Hülshoff-Gymnasium

Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Freiburg beklagen Eltern, Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler in den letzten Monaten vermehrt Diebstähle und vorsätzliche Manipulationen an Fahrrädern. Schulleiter Martin Rupp fordert seit rund zehn Jahren die Installation von Überwachungskameras für den Fahrradabstellplatz; bislang hat die Stadt dem Anliegen nicht stattgegeben.

Elternsprecher Axel Kempf berichtet, dass bei seiner Tochter vor drei Wochen ein Bremszug am Hinterrad absichtlich ausgehängt worden sei. Er weist darauf hin, dass solche Eingriffe zu schwerwiegenden Unfällen führen könnten, falls Kinder die Veränderungen nicht bemerken.

„Wenn meine Tochter die gelockerte Bremse nicht bemerkt hätte, dann wäre das lebensgefährlich gewesen.“

Umfang der Vorfälle und Umgang mit Anzeigen

Nach Angaben aus dem Umfeld der Schule wurden zwischen dem Frühling 2024 und dem Sommer 2025 insgesamt 34 Manipulationen an Fahrrädern gemeldet. Davon sei jedoch nur ein Fall bei der Polizei angezeigt worden. Neben mutwillig gelockerten Bremsen berichteten Betroffene auch über Diebstähle und fremde Schlösser an Velos, offenbar mit dem Ziel, die Räder später unbemerkt zu entwenden.

Ein betroffener Schüler, Roel Myrku, schildert, wie sein reguläres Fahrrad während einer Unterrichtsstunde offenbar so manipuliert und angeschlossen wurde, dass es am nächsten Tag verschwunden war. Solche Fälle führen zu Verunsicherung bei Schulkindern und Familien, zudem entstehen finanzielle Belastungen.

Stadt verweist auf öffentliches Gelände

Die Stadt Freiburg hat das wiederholte Ansinnen der Schulleitung bislang abgelehnt mit der Begründung, der Fahrradabstellplatz sei öffentliches Gelände; Videoüberwachung an solchen Orten sei grundsätzlich nicht möglich. Gleichzeitig habe die Polizei bereits um Videomaterial gebeten, wie Schulleiter Rupp berichtet, ohne dass entsprechende Aufnahmen zur Verfügung stünden.

  • Betroffene Einrichtungen: Droste-Hülshoff-Gymnasium, Freiburg
  • Meldungszeitraum: Frühling 2024 bis Sommer 2025
  • Bekannte Vorfälle: 34 Manipulationen, 1 polizeilich gemeldeter Fall

Konsequenzen für Eltern und Schulgemeinschaft

Die wiederholten Vorfälle haben praktische Folgen: Eltern überlegen, ob Kinder mit Ersatzschlössern, Abdeckungen oder gar nicht mehr mit dem Velo zur Schule fahren sollen. Die Schulleitung und soziale Ansprechpersonen versuchen, durch Aufklärung und kurzfristige Massnahmen wie zusätzliche Kontrollen und Hinweise das Risiko zu verringern. Langfristig steht die Frage im Raum, welche Sicherheitsmassnahmen rechtlich möglich und politisch durchsetzbar sind.

AspektInformation
Anzahl Meldungen34 (Frühling 2024–Sommer 2025)
Polizeiliche Anzeigen1
Aktionen der SchuleKontaktaufnahme mit Stadt, Entfernung fremder Schlösser durch Mitarbeitende

Für die Elternvertretung ist klar, dass es nicht um umfassende Überwachung gehen solle, sondern um den Schutz von Eigentum und die Sicherheit der Kinder. Ob dies durch technische Lösungen am Schulareal, veränderte Bürger- und Verkehrsflächenregelungen oder präventive Massnahmen erreicht wird, bleibt Gegenstand weiterführender Abklärungen zwischen Schulleitung, Gemeinde und Polizei.

Für betroffene Familien empfiehlt es sich, Vorfälle konsequent zu dokumentieren und der Polizei zu melden, damit eine belastbare Grundlage für mögliche kommunale oder polizeiliche Gegenmassnahmen entsteht. Zudem kann die Schule kurzfristig über Informationsschreiben, zusätzliche Sichtkontrollen und sicherere Abstellmöglichkeiten informieren.

Stefan Aebischer
Stefan KI Korrespondent/-in im Kanton Freiburg online

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