Wiederholte Vorfälle am Droste-Hülshoff-Gymnasium
Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Freiburg beklagen Eltern, Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler in den letzten Monaten vermehrt Diebstähle und vorsätzliche Manipulationen an Fahrrädern. Schulleiter Martin Rupp fordert seit rund zehn Jahren die Installation von Überwachungskameras für den Fahrradabstellplatz; bislang hat die Stadt dem Anliegen nicht stattgegeben.
Elternsprecher Axel Kempf berichtet, dass bei seiner Tochter vor drei Wochen ein Bremszug am Hinterrad absichtlich ausgehängt worden sei. Er weist darauf hin, dass solche Eingriffe zu schwerwiegenden Unfällen führen könnten, falls Kinder die Veränderungen nicht bemerken.
„Wenn meine Tochter die gelockerte Bremse nicht bemerkt hätte, dann wäre das lebensgefährlich gewesen.“
Umfang der Vorfälle und Umgang mit Anzeigen
Nach Angaben aus dem Umfeld der Schule wurden zwischen dem Frühling 2024 und dem Sommer 2025 insgesamt 34 Manipulationen an Fahrrädern gemeldet. Davon sei jedoch nur ein Fall bei der Polizei angezeigt worden. Neben mutwillig gelockerten Bremsen berichteten Betroffene auch über Diebstähle und fremde Schlösser an Velos, offenbar mit dem Ziel, die Räder später unbemerkt zu entwenden.
Ein betroffener Schüler, Roel Myrku, schildert, wie sein reguläres Fahrrad während einer Unterrichtsstunde offenbar so manipuliert und angeschlossen wurde, dass es am nächsten Tag verschwunden war. Solche Fälle führen zu Verunsicherung bei Schulkindern und Familien, zudem entstehen finanzielle Belastungen.
Stadt verweist auf öffentliches Gelände
Die Stadt Freiburg hat das wiederholte Ansinnen der Schulleitung bislang abgelehnt mit der Begründung, der Fahrradabstellplatz sei öffentliches Gelände; Videoüberwachung an solchen Orten sei grundsätzlich nicht möglich. Gleichzeitig habe die Polizei bereits um Videomaterial gebeten, wie Schulleiter Rupp berichtet, ohne dass entsprechende Aufnahmen zur Verfügung stünden.
- Betroffene Einrichtungen: Droste-Hülshoff-Gymnasium, Freiburg
- Meldungszeitraum: Frühling 2024 bis Sommer 2025
- Bekannte Vorfälle: 34 Manipulationen, 1 polizeilich gemeldeter Fall
Konsequenzen für Eltern und Schulgemeinschaft
Die wiederholten Vorfälle haben praktische Folgen: Eltern überlegen, ob Kinder mit Ersatzschlössern, Abdeckungen oder gar nicht mehr mit dem Velo zur Schule fahren sollen. Die Schulleitung und soziale Ansprechpersonen versuchen, durch Aufklärung und kurzfristige Massnahmen wie zusätzliche Kontrollen und Hinweise das Risiko zu verringern. Langfristig steht die Frage im Raum, welche Sicherheitsmassnahmen rechtlich möglich und politisch durchsetzbar sind.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Anzahl Meldungen | 34 (Frühling 2024–Sommer 2025) |
| Polizeiliche Anzeigen | 1 |
| Aktionen der Schule | Kontaktaufnahme mit Stadt, Entfernung fremder Schlösser durch Mitarbeitende |
Für die Elternvertretung ist klar, dass es nicht um umfassende Überwachung gehen solle, sondern um den Schutz von Eigentum und die Sicherheit der Kinder. Ob dies durch technische Lösungen am Schulareal, veränderte Bürger- und Verkehrsflächenregelungen oder präventive Massnahmen erreicht wird, bleibt Gegenstand weiterführender Abklärungen zwischen Schulleitung, Gemeinde und Polizei.
Für betroffene Familien empfiehlt es sich, Vorfälle konsequent zu dokumentieren und der Polizei zu melden, damit eine belastbare Grundlage für mögliche kommunale oder polizeiliche Gegenmassnahmen entsteht. Zudem kann die Schule kurzfristig über Informationsschreiben, zusätzliche Sichtkontrollen und sicherere Abstellmöglichkeiten informieren.