Festnahmen nach mehreren Delikten – Polizei warnt vor neuer Masche
Die Kantonspolizei Freiburg hat im Zusammenhang mit einer Serie von Trickbetrügereien drei mutmassliche Täter ermittelt. Es handelt sich um französische Staatsangehörige im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Ein 24-jähriger Mann konnte unmittelbar bei einer Übergabe am Wohnort eines Opfers festgenommen werden, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.
Die Ermittlungen führen mehrere konkrete Folgen für die Bevölkerung vor Augen: Die Täter fordern Opfer auf, Bargeld abzuheben oder zerschnittene Bankkarten zu übergeben. In einzelnen Fällen erbeutete die Gruppierung Bargeld, Schmuck und Uhren; alleine zwei der festgenommenen Personen räumten übereinstimmend Bargeldbezüge und Diebstähle in mehreren Fällen ein, wobei die sichergestellten Beutegegenstände einen Wert von über 100'000 Franken ausmachten.
Verändertes Vorgehen: Kontakt per Nachricht statt Telefon
Die Polizei stellt fest, dass sich das Vorgehen der Täter wandelt. Der Erstkontakt erfolgt vermehrt per Textnachricht oder E-Mail statt wie früher telefonisch. Den Opfern wird vorgegaukelt, es lägen unberechtigte Abbuchungen vor; sie werden dann – unter dem Deckmantel einer Sicherheitsmassnahme – dazu gedrängt, Karten zu zerschneiden und einen Kurier das Geld oder die Karte abholen zu lassen. Nur in der vergangenen Woche erbeutete eine Tätergruppierung mit dieser Masche laut Mitteilung mehr als 90'000 Franken bei vier Opfern im Kanton.
- Festgenommene: drei Personen (französische Staatsangehörige), Alter 18–26 Jahre.
- Gesamtschaden (seit Jahresbeginn): nahezu 800'000 Franken (laut Presseangaben).
- Meldungen: rund 750 Fälle von falschen Polizisten und Bankangestellten im Kanton.
| Tatbestand | Angabe |
|---|---|
| Festgenommene Personen | 3 (18–26 Jahre) |
| Wert sichergestellter Beute (bei zwei Beschuldigten) | über 100'000 CHF |
| Kurzfristige Beute in einer Woche | über 90'000 CHF (vier Opfer) |
| Gemeldete Fälle seit Jahresbeginn | rund 750 |
Die Beschuldigten wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt; die Ermittlungen dauern an. Bei einem der Männer stellte die Polizei die Tat unmittelbar bei der Übergabe sicher. Weiterführende Abklärungen sollen zeigen, ob und in welchem Umfang die festgenommenen Personen an weiteren Taten beteiligt waren.
Für die Bevölkerung im Kanton Freiburg folgen daraus praktische Vorsichtsregeln: Banken kontaktieren ihre Kundinnen und Kunden niemals per SMS oder E-Mail mit der Aufforderung, Bargeld abzuheben oder Karten zu übergeben. Wer entsprechende Aufforderungen erhält, sollte unverzüglich bei der eigenen Bank anrufen oder die Kantonspolizei informieren.
Die Kantonspolizei Freiburg betont, dass die Täter ihre Methoden laufend anpassen und ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die von den Betrügern gezielt angesprochen werden.