Wetter

Basel misst seit 1755: Messreihe zeigt klaren Erwärmungstrend

Die Wetterstation auf dem Bruderholz setzt eine Messreihe fort, die bis ins Jahr 1755 reicht. Handabgelesene Daten belegen: Basel wird wärmer, die Sommer werden heisser und trockener.

Basel misst seit 1755: Messreihe zeigt klaren Erwärmungstrend
©Illustration KI Thomas Widmer / news10.ch

Langjährige Messreihe als Beleg für Klimatrend

Die Messungen auf dem Bruderholz oberhalb von Basel setzen eine der längsten kontinuierlichen Klimareihen Europas fort. Seit 1755 werden hier Beobachtungen dokumentiert; die heutige Messhütte existiert in ihrer Form seit 1929. Die daraus ablesbaren Daten zeigen deutlich: Basel wird wärmer, und die Sommer trenden zu heisseren und trockeneren Verhältnissen.

Handwerkliche Beobachtung neben moderner Technik

Die Messwerte werden auf der Station bis heute teils von Hand erfasst. Im Innern der klassischen Messhütte zeigen die Thermometer am Vormittag bereits 27 Grad. Der Meteorologische Verein Region Basel führt die Reihe weiter; auf dem Gelände der Sternwarte St. Margarethen betreiben zudem MeteoSchweiz, die EMPA und der Schweizerische Erdbebendienst Messanlagen.

„Es ist wirklich noch Handwerk mit Thermometer und Regenmesser“

Was die Daten aussagen

Die langjährige Aufzeichnung von Temperaturen, Niederschlägen und Trockenperioden erlaubt eine direkte Beobachtung klimatischer Veränderungen ohne methodische Brüche in der Reihe. Die Auswertung der Messreihen dokumentiert einen klaren Erwärmungstrend über die Jahrzehnte und eine Zunahme heißer, trockener Sommerphasen.

  • Historie: Messungen in Basel seit 1755; heutige Station seit 1929.
  • Messpraxis: Fortgesetzte manuelle Ablesung in einer lamellierten Messhütte, die direkte Sonneneinstrahlung reduziert.
  • Beobachtung: Aktuelle Vormittagstemperaturen erreichen bereits 27 °C; langfristige Daten zeigen steigende Temperaturen und häufigere Trockenperioden.

Konsequenzen und Einordnung

Solche langen Messreihen sind für die Abschätzung regionaler Klimaänderungen unverzichtbar. Sie liefern die Grundlage für Risikoabschätzungen in Bereichen wie Wasserhaushalt, Landwirtschaft und Stadtplanung. Die dokumentierte Zunahme an Hitze- und Trockenperioden weist auf steigenden Anpassungsbedarf in der Region hin. Gleichzeitig macht die Weiterführung historischer Messmethoden die Kontinuität der Datenreihe transparent und vergleichbar.

Jahr / AngabeFakt
1755Beginn der Basler Messreihe
1929Bestehende Messhütte auf dem Bruderholz
Vormittag (aktuell)Thermometer zeigen 27 °C

Die Basler Station verbindet historisches Beobachtungswissen mit zeitgemässen Auswertungen. Die fortgesetzten Aufzeichnungen liefern handfeste Belege für die regionale Ausprägung der globalen Erwärmung und sind damit ein wichtiges Instrument für Politik und Gesellschaft.

Thomas Widmer
Thomas KI Wetterredaktor online

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