Tragischer Zwischenfall im historischen Kraftwerksgebäude von Ritom
Am Mittwochmorgen wurde im ehemaligen Wasserkraftwerk Ritom bei Piotta eine Explosion registriert, die zwei Arbeiter tödlich traf. Die Tessiner Kantonspolizei meldete der Notfallzentrale kurz nach 09.30 Uhr einen Brand im Innern des alten Kraftwerksgebäudes; kurz darauf stellte sich heraus, dass es zuvor zu einer Explosion gekommen war.
Die beiden Verstorbenen wurden in der alten Zentrale beschäftigt. Die genauen Umstände der Explosion sind derzeit unklar. Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zum Unfallhergang eingeleitet, um Ursache und Verantwortlichkeiten zu klären.
«Wir sind tief erschüttert»
In einer gemeinsamen Mitteilung drückten die SBB, Eigentümerin des Kraftwerks, und die Betreiberin AET ihre Bestürzung über den Vorfall aus. Beide Unternehmen kündigten an, den Unfall sorgfältig aufzuarbeiten, um die Ursachen zu verstehen und Lehren daraus zu ziehen.
Kontext und Folgen für die Region
Das 1917 errichtete Wasserkraftwerk Ritom ist Bestandteil der regionalen Energieinfrastruktur und liefert unter anderem Strom für die Gotthardlinie. Das altbewährte Werk leitet das Wasser des Ritomsees über einen Stollen und Druckleitungen, um die Gefälleenergie zu nutzen.
Parallel dazu wird an einer neuen Kraftwerksanlage gearbeitet, die laut verfügbaren Informationen für 2027 vorgesehen ist. Gemäss Mitteilungen sind im alten Maschinenhaus üblicherweise zwischen drei und fünf Personen tätig; die Baustelle des Neubaus ist räumlich davon zu unterscheiden.
Was jetzt zu erwarten ist
- Die Staatsanwaltschaft führt eine forensische Untersuchung; mögliche Alarmmeldungen und Zeugenaussagen werden ausgewertet.
- SBB und AET haben interne Prüfungen angekündigt, um Betriebsprozesse und Sicherheitsvorkehrungen zu analysieren.
- Für den Pendler- und Bahnverkehr könnten in den kommenden Tagen Informationen zur Energieversorgung relevant werden, sollten Einschränkungen auftreten.
| Fakt | Bekanntes Detail |
|---|---|
| Zeitpunkt der Meldung | Kurz nach 09.30 Uhr |
| Ort | Altes Kraftwerksgebäude, Ritom (Piotta) |
| Opfer | 2 verstorbene Arbeiter |
| Betroffene Firmen | SBB (Eigentümer), AET (Betreiberin) |
Für die Bevölkerung des Kantons sind zwei Aspekte besonders relevant: Erstens die laufende Untersuchung, die Antworten zu Ursachen und möglichen Sicherheitsmängeln liefern soll; zweitens die Frage, ob und wie sich der Vorfall kurzfristig auf die Stromversorgung, namentlich für Bahnstrecken in der Gotthardregion, auswirken könnte. Offizielle Angaben dazu stehen noch aus; Betroffene und Pendler werden gebeten, auf Mitteilungen der SBB und der Behörden zu achten.
Weitere Informationen werden erwartet, sobald die zuständigen Behörden Erkenntnisse aus der Untersuchung veröffentlichen.