Heftiger Schlussabschnitt in Lyon: Görtler vom Platz, FCSG bleibt ohne Punkte
Der FC St. Gallen hat ein Testspiel beim französischen Klub Lyon mit 3:6 verloren. Entscheidendes Ereignis war der Platzverweis von Captain Lukas Görtler in der 67. Minute. Die Ostschweizer lagen zu diesem Zeitpunkt bereits hinten; in Unterzahl kassierte die Mannschaft von Trainer Enrico Maassen zwei weitere Gegentore.
Der Platzverweis folgte, nachdem Görtler sich über zwei aus seiner Sicht nicht geahndete Fouls der Lyoner beschwerte. Der Verein kommentierte den Vorfall auf seiner Website und verweist auf ein mögliches Missverständnis in der Kommunikation.
„Offenbar lag ein sprachliches Missverständnis vor, denn Görtler sprach nicht den Schiedsrichter an“
Der zuständige Unparteiische war Aurélien Petit. Berichten zufolge bestanden die Lyoner darauf, die Partie mit elf gegen elf fertig zu spielen; der Schiedsrichter zog den Platzverweis jedoch durch. Trotz Rot blieb Görtler in der Torschützenliste: Er verwandelte zuvor einen Penalty zum zwischenzeitlichen 3:4. Weitere FCSG-Tore erzielten Christian Witzig (1:2) und Mihailo Stevanovic (2:4).
Was der Vorfall für den FCSG bedeutet
Für die Vorbereitung des FCSG ist die Partie ein zweischneidiges Ergebnis: Einerseits zeigten die Ostschweizer Offensivkraft mit drei erzielten Treffern gegen einen starken Gegner, andererseits wirft der Platzverweis personelle und disziplinarische Fragen auf, die sich vor Meisterschaftsstart klären müssen. In Testspielen dient das Tempo und die Härte oft der Simulation von Konkurrenzsituationen; das Ausschlussereignis gibt dem Trainerstab nun Gesprächsanlässe in Bezug auf Kommunikation und Verhalten auf dem Platz.
- Ergebnis: Lyon – FC St. Gallen 6:3
- Rote Karte: Lukas Görtler, 67. Minute
- Torschützen FCSG: Christian Witzig, Mihailo Stevanovic, Lukas Görtler (Penalty)
| Minute | Ereignis |
|---|---|
| 67' | Rote Karte Lukas Görtler |
| — | Görtler verwandelt Penalty (3:4) |
Am Samstag waren zudem mehrere weitere Super-League-Klubs im Testeinsatz, darunter Basel, FCZ, GC, Thun, Lausanne und Servette. Für die FCSG-Anhänger bleibt die Partie in erster Linie ein Gesprächsthema wegen des späten Ausschlusses des Captains. Wie sich die Szene weiter auswirkt – etwa disziplinarische Massnahmen oder Sperren – ist Stand jetzt nicht offiziell kommuniziert.
Für die lokale Fangemeinde bleibt die Hoffnung, dass die sportlichen Eindrücke der Partie (drei erzielte Tore, bestimmte überzeugende Einzelaktionen) ins Positive überführt werden können und dass intern die Lehren aus dem Vorfall gezogen werden.