Kein Einstieg in die U‑21‑Liga — Fokus auf interne Entwicklung
Der SC Freiburg hat entschieden, die neu aufgelegte U‑21‑Liga nicht mit seiner zweiten Mannschaft zu bestreiten. Die U‑23‑Mannschaft, die die Saison 2025/26 in der Regionalliga Südwest als Elfter abschloss, geht damit einen anderen Weg als einige Bundesligaklubs, die ihre Reserveteams in die neue Spielklasse überführen.
Der Trainerkreis will in der kommenden Spielzeit vor allem Kontinuität und Ruhe in einem Kader schaffen, der erneut stark umgebaut wurde. Die Mannschaft hat die Vorbereitungen im Möslestadion aufgenommen und plant ein Trainingslager in Bludenz (Österreich) sowie mehrere Testspiele in der Region.
Was Spieler und Fans erwartet
Für Zuschauer in und um Freiburg bedeuten die Entscheidungen konkret:
- Die Mannschaft bleibt im bisherigen Wettbewerbssystem der Regionalliga (sofern keine anderen Ligenwechsel vereinbart sind) und tritt weiterhin mit Heimspielen im Möslestadion auf.
- Die Kaderplanung setzt stark auf eigene Jugendspieler: Aus der U‑17 und U‑19 wurden mehrere Talente hochgezogen.
- Fans können sich auf Testspiele in der Region freuen, darunter Partien gegen Bochum, Schaffhausen und Hoffenheim.
Vorbereitungstermine und Kaderbewegungen
Die wichtigsten Vorbereitungspunkte sind bereits terminiert:
| Datum / Anlass | Ort / Gegner |
|---|---|
| Trainingstart | Möslestadion |
| 27.–31. Juli | Trainingslager in Bludenz (Österreich) |
| 15. Juli, 11 Uhr | Testspiel gegen VfL Bochum U‑21 in Freiburg |
| 18. Juli, 16 Uhr | Testspiel gegen FC Schaffhausen in Mundingen |
| 25. Juli, 12 Uhr | Testspiel gegen TSG Hoffenheim U‑23 in Oberkirch |
Aus dem eigenen Nachwuchs rückten Tammo Schiertz, Mladen Mijajlovic, Elias Klaus, Jannik Veit, Théodore Pizarro, Elijah Oguguo, Essad Ouhssakou, Emilio Schiertz und Chrisdy Dianzenza in die U‑23 auf. Externer Neuzugang ist der frühere Fußballschüler Nico Hug (zuletzt FC 08 Villingen), der nach sechs Jahren zum Sportclub zurückkehrt.
„Zunächst mal ist es wichtig, dass sich keiner in der Vorbereitung verletzt und alle gut durchkommen. Man sieht in den ersten Tagen, dass alle gut mitziehen, auch die jungen Spieler, dass keiner einen Einbruch hat.“
Dieses Zitat des Trainers verdeutlicht die Priorität auf physische Stabilität und behutsame Integration der Aufgerückten.
Bewertung und Folgen für den regionalen Fussball
Der Verzicht auf die U‑21‑Liga bedeutet für den kantonalen Fussballbetrieb, dass Freiburgs U‑23 weiterhin als Anlaufstelle für lokale Talente fungiert, statt in einem neuen, bundesweit ausgerichteten Wettbewerb zu spielen. Das kann die Entwicklung individueller Spieler in die erste Mannschaft erleichtern, weil der Klub das Tempo der Umstellung selbst bestimmt. Gleichzeitig verzichtet die Mannschaft auf mögliche sportliche Herausforderungen und Aufmerksamkeit, die eine Teilnahme an einer neuen, zentral organisierten Liga bringen könnte.
Für Anhängerinnen und Anhänger bleibt die Rolle des Möslestadions als Trainings‑ und Spielstätte erhalten. Die anstehenden Testspiele bieten zudem die Möglichkeit, junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs live zu sehen.
Ausblick
Die U‑23 des SC Freiburg startet mit dem Trainingslager und den geplanten Vorbereitungsspielen in die Saisonvorbereitung. Ob die Entscheidung gegen die U‑21‑Liga langfristig Bestand hat, dürfte von den sportlichen Resultaten und der Entwicklung der geförderten Talente abhängen.