Behörden in Mecklenburg‑Vorpommern warnen vor gesundheitlichen Risiken durch vermehrt auftretende Blaualgen (Cyanobakterien) sowie vor Zerkarien in Flachwasserbereichen. Betroffen sind mehrere Seen in den Landkreisen Vorpommern‑Greifswald, Rostock und Mecklenburgische Seenplatte; die Situation ist dabei stark von Wind und Wetter abhängig und kann sich rasch ändern.
Welche Gewässer sind betroffen?
Die offiziellen Meldungen nennen eine Reihe von betroffenen Badeplätzen. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch der Gewässer aktuelle Hinweise der lokalen Behörden zu prüfen.
| Landkreis | Betroffene Gewässer |
|---|---|
| Vorpommern‑Greifswald | Badestelle Peenestrom (nahe Stadt Usedom) |
| Landkreis Rostock | Grambzower See (Grambzow); Rühner See (Bützow); Lütt See (Vietow); Horster See (Horst); Langer See (Wendfeld); Kuhlensee (Thelkow); Boitiner See |
| Mecklenburgische Seenplatte | Wanzkaer See (Blankensee) |
Was sind die Risiken und Empfehlungen?
Die Behörden weisen darauf hin, dass cyanobakterielle Ansammlungen durch eine bläulich‑grüne Eintrübung des Wassers erkennbar sind und ein Gesundheitsrisiko darstellen können – insbesondere für immungeschwächte Personen, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Kleinkinder. Bei Hautkontakt sind Reizungen und allergische Reaktionen möglich; auch Haustiere, etwa Hunde, sind gefährdet.
"Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen, insbesondere bei immungeschwächten Personen und Personen mit Vorerkrankungen, Schwangeren und Kleinkindern"
Konkrete Verhaltenshinweise der Behörden lauten:
- Meiden Sie Bereiche mit sichtbaren Cyanobakterien‑Ansammlungen; Kinder sollten nicht im Anschwemmbereich spielen.
- Beachten Sie Warnhinweisschilder an den Badestellen.
- Hunde und andere Tiere vom belasteten Wasser fernhalten.
Für Zerkarien, die derzeit in Flachwasserzonen der Schweriner Seen gemeldet werden, gilt ergänzend: Besonders in Flachwasserbereichen mit Schilfgürtel nicht längere Zeit aufhalten und sich auf das Schwimmen in tieferen Bereichen beschränken. Nach dem Baden sollte nasse Badebekleidung sofort ausgezogen, gründlich geduscht und der Körper schnell getrocknet werden, da die Parasiten austrocknungsempfindlich sind.
"Der Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Cyanobakterien‑Entwicklungen sollte vermieden werden. Auch sollten Kinder nicht im Anschwemmbereich spielen."
Die Behörden betonen, dass das vermehrte Auftreten von Blaualgen in den Sommermonaten nicht ungewöhnlich sei und stark von den lokalen Witterungsverhältnissen abhänge. Dennoch gilt: Wahrnehmbare Veränderungen der Wasserfärbung oder Häufungen von an Land gespültem organischem Material sind ernst zu nehmen. Badegäste sollten sich vor Ort informieren und Warnhinweise beachten, um gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Für einen sicheren Badesommer empfiehlt sich eine sorgsame Beobachtung der Hinweisschilder, die Rücksichtnahme auf gefährdete Personen und Tiere sowie das Befolgen der einfachen Hygieneregeln nach dem Baden.