Aus den Kartonbergen liest sich die Hitzewelle
Auf Luzerns Strassen und Trottoirs fällt derzeit etwas Auffälliges auf: Zwischen Lebensmittelschachteln und alten Zeitungen sind vermehrt Verpackungen von Ventilatoren und Luftkühlern zu sehen. Diese Beobachtung dokumentiert nicht nur ein Konsumverhalten, sondern steht stellvertretend für eine Phase mit anhaltend hohen Temperaturen, die den Alltag der Stadtbewohnerinnen und -bewohner prägt.
Wer die Ablagehaufen beim Karton-Sammeltag näher anschaut, stösst regelmässig auf Kartons von Standventilatoren oder mobilen Klimageräten. Auf einer der Verpackungen prangt der Slogan
"The Joy of Living"– auf Deutsch: "Die Freude am Leben". In Luzern aber dokumentieren diese Kartons eher die Suche nach Erleichterung im Alltag als einen Werbeanspruch.
Wetterdaten untermauern die Beobachtung
Die Messwerte der Meteo-Schweiz-Station Luzern bestätigen, dass die hohen Temperaturen kein Einzelfall sind: Seit dem 13. Juni lagen die täglichen Höchstwerte meist über 26,8 Grad Celsius. Eine Ausnahme bildete der 3. Juli mit einem Maximalwert von 22,3 Grad. Diese Daten korrespondieren mit der Zunahme von Kühlgeräten im privaten Gebrauch.
| Zeitraum | Bemerkung |
|---|---|
| Ab 13. Juni | Tageshöchstwerte überwiegend über 26,8 °C |
| 3. Juli | Einzige angegebene Ausnahme: 22,3 °C |
Folgen für die Bevölkerung und Entsorgung
Für die Bewohnerinnen und Bewohner Luzerns hat die Hitzewelle konkrete Auswirkungen: Zunahme von Anschaffungen zur Abkühlung, vermehrte Nutzung elektrischer Geräte und damit verbundenes Abfallaufkommen. Die Seitenstrassen und Sammelstellen werden dadurch sichtbarer belastet. Für die Stadtreinigung und die Quartierbewohner ergibt sich ein grösserer Aufwand bei der korrekten Entsorgung und beim Sauberhalten öffentlicher Bereiche.
- Kühlgeräte-Käufe: Hinweis auf steigende Nachfrage nach Ventilatoren und mobilen Klimageräten.
- Entsorgungsdruck: Mehr Kartons und Elektrogeräte führen zu grösserem Aufkommen bei der Kartonsammlung und Entsorgungsstellen.
- Hitzeschutz: Bedürfnis nach Informationen zu lokalen Kühlangeboten, Schattenplätzen und Gesundheitsvorsorge.
Was Bewohnerinnen und Bewohner wissen sollten
In der Stadt Luzern gelten beim Entsorgen von Kartons die üblichen Regeln: Flach zusammengeklappt in die Kartonsammlung legen, verschmutzte Pizzokartons gehören nicht dazu. Bei Elektrogeräten wie Standventilatoren sind die Rückgabe an Sammelstellen oder die Abgabe an den Fachhandel zwecks fachgerechter Entsorgung und Recycling zu bevorzugen.
Angesichts der anhaltenden Hitze ist es zudem ratsam, auf einfache Hitzeschutzmassnahmen zu achten: das Aufsuchen kühlerer Räume, ausreichend trinken und auf Hilfsbedürftige im Umfeld zu achten. Die aktuelle Häufung von Verpackungen ist ein sichtbarer Hinweis darauf, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner auf Abkühlung setzen.
Ausblick
Ob die Kartonhaufen zu einem längerfristigen Trend in Luzern führen werden, hängt von der weiteren Witterungsentwicklung ab. Solange aber die hohen Temperaturen anhalten, ist mit einem erhöhten Bedarf an mobilen Kühllösungen und damit auch mit mehr Entsorgungsaufwand zu rechnen.