Stadt Luzern schliesst sich Netzwerk zur Förderung queerer Gleichstellung an
Die Stadt Luzern ist dem internationalen Rainbow Cities Network beigetreten. Das Netzwerk, das 2013 gegründet wurde und derzeit aus rund 62 Städten besteht, setzt sich dafür ein, die Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu fördern. Luzern ist damit die sechste Schweizer Stadt in diesem Zusammenschluss neben Basel, Bern, Lausanne, Zürich und Genf.
Mit dem Beitritt signalisiert die städtische Führung, dass Gleichstellung als fortlaufender Prozess verstanden wird, der Zusammenarbeit und konkrete Massnahmen erfordert. Die Teilnahme am Netzwerk sieht die Stadt als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und für Inspiration durch Projekte anderer Städte.
«Gleichstellung passiert nicht von allein», liess sich Stadtpräsident Beat Züsli (SP) zitieren, «sie braucht Haltung, Zusammenarbeit und konkrete Massnahmen».
Der Beitritt schliesst an eine lokale Initiative an: Ein Bevölkerungsantrag aus dem Jahr 2017 hatte bereits den Anschluss an das Netzwerk gefordert. Für betroffene Gruppen und Organisationen in Luzern bedeutet dies potenziell verstärkte Sichtbarkeit und Zugang zu bewährten Praktiken aus anderen Städten.
Konkrete Auswirkungen für die Bevölkerung könnten sich auf mehreren Ebenen zeigen:
- Verstärkter Austausch zwischen Luzern und anderen Städten hinsichtlich Förderprogrammen und Kampagnen für queere Menschen.
- Wissenstransfer zu bewährten Massnahmen gegen Diskriminierung in Behörden, Schulen und bei Veranstaltungen.
- Verbesserte Sichtbarkeit und mögliche Koordination städtischer Angebote für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen sowie weitere queere Personen.
Für die lokale Politik und Verwaltung stellt sich nun die Aufgabe, wie die Teilnahme am Netzwerk in konkrete Projekte und Ressourcen umgemünzt wird. Der Beitritt allein ist ein symbolischer Schritt; seine Wirksamkeit hängt davon ab, ob Luzern die von anderen Städten gewonnenen Erkenntnisse übernimmt und eigene Programme lanciert oder ausbaut.
Wer ist im Netzwerk vertreten?
| Stadt | Kanton / Land |
|---|---|
| Luzern | Luzern (CH) |
| Basel | Basel-Stadt (CH) |
| Bern | Bern (CH) |
| Lausanne | Waadt (CH) |
| Zürich | Zürich (CH) |
| Genf | Genf (CH) |
Die nächsten Schritte werden zeigen, in welchem Umfang Luzern die Mitgliedschaft nutzt, um bestehende Angebote zu verbessern und neue Massnahmen zur Förderung der Gleichstellung umzusetzen. Betroffene Organisationen und interessierte Bevölkerungsteile dürften künftig vermehrt gemeinsame Veranstaltungen, Informationsangebote oder Kooperationsprojekte mit städtischer Beteiligung erwarten.
Der Beitritt ist sowohl symbolisch als auch eine Einladung zur konkreten Zusammenarbeit: Luzern verpflichtet sich, an jährlichen Treffen teilzunehmen und über eigene Aktivitäten zur Gleichstellung zu berichten sowie sich von den Erfahrungen anderer Städte inspirieren zu lassen.