Saunaprojekt in Geissenschachen erhält grünes Licht
Die Betreiber der Saunaare GmbH planen, ab September eine mobile Sauna im Erholungsgebiet Geissenschachen zu betreiben. Das Grundstück gehört der Ortsbürgergemeinde Brugg und liegt in der Zone Waffenplatz, die zur Gemeinde Windisch zählt. Der Stadtrat Brugg hat dem Projekt in seinem Beschluss vom 27. April zugestimmt, nachdem Betreiber und Behörden einen Kompromiss ausgehandelt haben.
Das Vorhaben hat eine Vorgeschichte: Bereits im Herbst 2025 reichte die Saunaare GmbH ein Baugesuch für einen anderen Standort ein, die Untere Hofstatt in der Brugg-Altstadt. Dieses Gesuch wurde nach mehreren Einsprachen von Anwohnenden abgewiesen. Seither suchten die Betreiber nach einem neuen Standort am Aareufer und schlugen schliesslich den Geissenschachen vor.
Abstimmung mit Militär und Stadt – finanzielle Bedingungen
Das Projekt wurde gemäss Entscheid mit dem Waffenplatzadjutanten Patrick Masson besprochen. Die vorgesehene Lage auf dem Grundstück sei "mit den betrieblichen Bedürfnissen des Militärs vereinbar", heisst es im Stadtratsbeschluss. Weil es sich um öffentliches Land handelt, machte die Stadt Brugg eine finanzielle Gegenleistung geltend: Die Betreiberin muss eine Umsatzbeteiligung von 7,5 Prozent zahlen.
"Da öffentlicher Grund genutzt werde, sei allerdings eine Entschädigung nötig," schreibt der Stadtrat in seinem Beschluss.
Die Saunaare GmbH wurde von zwei Personen gegründet, die im Aargau aufgewachsen sind. Zu den bekannten Gesichtern der Firma zählen Luca Arnold und Schorsch Vogt, die bereits ein Pop-up-Saunaprojekt an der Limmat in Baden initiiert haben. Geplant ist eine fahrbare Anlage mit blickdichten Fenstern; Badespass soll weiter draussen am Fluss oder in einem nahegelegenen Brunnen stattfinden.
Öffentlicher Raum, Erholung und Konfliktpotential
Der Geissenschachen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit schattigen Plätzen und einem Sandstrand am Aareufer. Das Projekt könnte die Uferzone in den Wintermonaten beleben, wenn die Sauna dort steht, zugleich birgt die Nutzung öffentlichen Grunds Konfliktpotenzial: Anwohnende und Naturschutzinteressierte beobachten ähnliche Projekte oft kritisch, etwa wegen Lärm, zusätzlicher Besucherströme oder veränderter Zugänge zum Fluss. Im Unterschied zum abgelehnten Altstadt-Standort liegt die geplante Sauna nun ausserhalb der dicht besiedelten Zone, was mögliche Einsprachen reduzieren dürfte.
- Standort: Geissenschachen, Ortsbürgergrundstück, Zone Waffenplatz (Gemeinde Windisch)
- Betreiber: Saunaare GmbH (u. a. Luca Arnold, Schorsch Vogt)
- Entscheid: Zustimmung Stadtrat Brugg, Beschluss vom 27. April
- Finanzielles: Umsatzbeteiligung 7,5 Prozent an die Stadt
- Zeithorizont: geplante Inbetriebnahme ab September
Was Anwohnende und Besucherinnen beachten sollten
Wer das Ufergebiet regelmässig nutzt, sollte sich auf temporär veränderte Zugänge und erhöhte Besucherzahlen einstellen, speziell in den Wintermonaten, wenn die Sauna betrieben wird. Behörden haben bereits signalisiert, dass die Betriebsvereinbarung mit dem Militär und der Ortsbürgergemeinde Auflagen enthält. Details zur Betriebsdauer, Lärm- und Sicherheitsvorgaben sind Teil des Baubewilligungsverfahrens und werden noch konkretisiert.
| Aspekt | Status |
|---|---|
| Standortgenehmigung | Ja, Stadtrat Brugg (27. April) |
| Militärische Vereinbarung | Standort mit betrieblichen Bedürfnissen vereinbar |
| Finanzielle Gegenleistung | Umsatzbeteiligung 7,5% |
Interessierte und Betroffene können das Baugesuch, das aktuell bis zum 6. August bei der Gemeinde Windisch aufgelegt ist, einsehen und im Rahmen der gesetzlichen Fristen Bemerkungen einreichen. Damit bleibt das Projekt nicht nur ein Vorhaben der Betreiber, sondern ein Prozess, an dem Bevölkerung und Behörden beteiligt sind.