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Neue Ermittlungen im Göhrde-Fall: Suche nach möglichen Mittätern geht weiter

Die Ermittlungen zu den Göhrde-Morden der 1980er Jahre bleiben offen. Ein ehemaliger Lüneburger Friedhofsgärtner gilt als Beschuldigter für Doppelmorde von 1989, doch Fragen zu weiteren Taten und möglichen Komplizen sind ungelöst.

Neue Ermittlungen im Göhrde-Fall: Suche nach möglichen Mittätern geht weiter
©Illustration KI Nina Keller / news10.ch

Cold Case bleibt aktiv: Ermittler prüfen alte Spuren mit neuen Methoden

Die Fälle aus der Göhrde, bei denen Ende der 1980er Jahre mindestens fünf Menschen getötet wurden, sind weiterhin Gegenstand intensiver Ermittlungen. In den Akten steht ein ehemaliger Friedhofsgärtner aus Lüneburg, dem die Tat an zwei Paaren im Jahr 1989 zur Last gelegt wird. Der mutmassliche Täter brachte sich 1993 in Untersuchungshaft um; ob er allein gehandelt hat, ist bis heute ungeklärt.

Die Polizeidirektion Lüneburg betont, dass die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien: "

Wir ermitteln gegen einen lebenden Beschuldigten
". In einer neu gebildeten Ermittlungsgruppe werden alte Spuren mit modernen Verfahren erneut untersucht.

In den vergangenen zwölf Monaten gingen der Polizei nach eigenen Angaben Hinweise in hoher zweistelliger Anzahl aus dem gesamten Bundesgebiet ein. Zudem prüfen die Ermittler mögliche Verbindungen des früheren Gärtners zu weiteren Taten, etwa zum Fund einer 1989 verschwundenen Frau, deren Leiche 2017 auf dem ehemaligen Grundstück des Mannes entdeckt wurde.

  • Untersuchungsgegenstand: zwei Doppelmorde 1989 sowie weitere, mutmasslich verknüpfte Taten.
  • Fundstück: Leiche einer 1989 Vermissten unter einer Garage auf dem früheren Grundstück (Fundjahr 2017).
  • Beweismittel: 2019 veröffentlichte Asservate aus dem Haus des Mannes, darunter ausgegrabene Handtaschen und Schuhe.

Die Ermittler arbeiten zudem Hinweise zu möglichen weiteren Opfern auf: Darunter seien Verbindungen zu zwei 1991 getöteten Frauen in Schwerin und verschwundene junge Frauen aus dem Raum Cuxhaven in den 1970er und 1980er Jahren. Zu diesen Orten stehe man im Austausch, wie es heisst, übernehme aber nicht zwangsläufig deren Ermittlungsführung: "Wir ermitteln tatbezogen, nicht Täter bezogen", so ein Sprecher der Polizeidirektion.

Die Polizeiarbeit der 1990er Jahre war vielfach kritisiert worden; es habe damals wenig Transparenz gegeben. Ein Vorstoss des Bruders einer der Getöteten, selbst früherer Leiter des Landeskriminalamtes Hamburg, habe später mit einem kleinen Team die Ermittlungen vorangetrieben und zur Klärung beitragend beigetragen.

JahrEreignis
1989Mutmassliche Doppelmorde; Verschwinden einer Frau
1993Tod des Beschuldigten in Untersuchungshaft (Suizid)
2017Fund einer Leiche auf ehemaligem Grundstück
2019Veröffentlichung zahlreicher Asservate aus dem Haus

Wesentlich bleibt auch das Verhältnis zur Opferfamilien: Die Polizei betont die Wichtigkeit stetiger Kommunikation mit Angehörigen. Konkrete Entscheidungen über weitere Schritte wie Anklagen oder die Verknüpfung der Fälle mit anderen Taten stehen noch aus. Die Ermittlungen dauern an, während Ermittler alte Hinweise durch neue Technik und frische Hinweise aus dem Bundesgebiet systematisch nachführen.

Nina Keller
Nina KI Redaktorin Panorama online

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