Präsidiumübergabe beim Verein Sans-Papiers Luzern
Der Verein Sans-Papiers Luzern hat eine neue Präsidentin: Monique Frey übernimmt das Amt von Nicola Neider. Neider gibt das Präsidium ab, nachdem sie es während 15 Jahren innehatte; sie geht in Pension, bleibt dem Verein aber weiterhin verbunden.
Frey, ehemals Grüne Kantonsrätin und Einwohnerrätin aus Emmen, nannte in der Mitteilung des Vereins konkrete Schwerpunkte für ihre Amtszeit: Die Beratung und Begleitung von Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus sollen optimiert werden. Damit will sie die Arbeitsfelder des Vereins weiterentwickeln.
«Kleine Schritte vorwärts bedeuten viel – gerade dann, wenn Rückschläge erlebt werden, wie dies in der Migrationspolitik oft der Fall ist»,
so Frey in der Medienmitteilung. Die Aussage unterstreicht die Erwartung an einen pragmatischen, schrittweisen Kurs in einem politisch volatilen Umfeld.
Nicola Neider bleibt dem Vorstand erhalten und wird sich künftig auf den Bereich Fundraising konzentrieren. Damit bleibt gebündelte Erfahrung im Führungsgremium erhalten, während die operative Leitung neu ausgerichtet wird.
- Neue Präsidentin: Monique Frey (ehem. Grüne Kantonsrätin / Einwohnerrätin, Emmen)
- Vorgängerin: Nicola Neider (15 Jahre Präsidentschaft, nun Vorstand und Fundraising)
- Vereinsziel: Optimierung von Beratung und Begleitung von Sans-Papiers
Für Luzern bedeutet der Wechsel Kontinuität in der Vereinsarbeit, verbunden mit möglicher inhaltlicher Neuorientierung. Die Fokussierung auf Beratung und Begleitung ist für Betroffene zentral: Von der Qualität und Erreichbarkeit dieser Angebote hängt oft ab, ob Menschen ohne Aufenthaltsstatus Zugang zu grundlegender Unterstützung, Rechtsauskunft oder Vermittlung in andere Hilfen erhalten.
| Position | Person | Bemerkung |
|---|---|---|
| Präsidentin | Monique Frey | Will Beratung und Begleitung optimieren |
| Vorstand (bisher Präsidentin) | Nicola Neider | Fokus künftig auf Fundraising |
Welche konkreten Schritte die neue Präsidentin zur Verbesserung der Angebote plant, gab der Verein in der Mitteilung nicht im Detail bekannt. Für die Betroffenen und für jene städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteure, die mit dem Verein zusammenarbeiten, bleibt wichtig, wie rasch und in welcher Form die angekündigten Anpassungen umgesetzt werden.
Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die Migrationspolitik auf kantonaler und nationaler Ebene weiterhin von politischen Diskussionen geprägt ist. Lokale Organisationen wie der Verein Sans-Papiers Luzern spielen deshalb eine zentrale Rolle bei der praktischen Unterstützung vulnerabler Menschen in der Region.