Badewannen, Karneval und Bürgermeister in Ananas
Die Elde bei Plau am See verwandelte sich am Wochenende wieder in eine fröhliche Arena für selbstgebaute Boote: Bei bis zu 29 Grad traten 22 Teams bei der traditionellen Badewannenrallye gegeneinander an. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr zum 32. Mal statt und zog, wie bereits in früheren Jahren, zahlreiche Besucherinnen und Besucher an die Uferpromenade.
Auf einer Strecke von rund 500 Metern zwischen der Plauer Schleuse und der historischen Hubbrücke präsentierten die Teams ihre Ideen, Kostüme und die Schwimmfähigkeiten ihrer Konstruktionen. Gewertet wurde sowohl von einer Jury als auch vom Publikum: Prämiert wurden etwa die kreativste Idee, das stimmungsvollste Team und der spektakulärste Untergang.
- Teilnehmerzahl: 22 Teams
- Rennstrecke: etwa 500 Meter
- Temperatur: bis zu 29 °C
- Auflage: 32. Badewannenrallye
Humor war ausdrücklich erwünscht: Das Team mit dem Namen „Titanic“ inszenierte den Untergang des berühmten Dampfers, während das Team „Fruchtaufsichtsbehörde“ mit Ananas-Kostüm auch den Plauer Bürgermeister Sven Hoffmeister (CDU) mitten ins Geschehen brachte. Ein weiterer Hingucker war „Plau de Janeiro“, das mit brasilianischer Stimmung für Karnevalsflair sorgte.
Preise, Publikum und Rahmenprogramm
Neben der reinen Rennwertung standen Unterhaltung und Familienfest im Vordergrund. Der Eintritt war frei; die Rallye wurde mit einer grossen Parade eröffnet, angeführt vom lokalen Fanfarenzug. Preise wurden nicht nur für Schnelligkeit vergeben: Für bestimmte Auszeichnungen, darunter das spektakulärste Scheitern, gab es ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
| Auszeichnung | Preisgeld |
|---|---|
| Spektakulärster Untergang | 500 Euro |
| Weitere Kategorien (kreativ, stimmungsvoll, erotischster Auftritt) | 500 Euro (je Kategorie) |
Die Plauer Badewannenrallye gilt als eines der besucherstärksten Volksfeste im Sommer an der Mecklenburgischen Seenplatte. Bereits im Vorjahr zog das Fest nach Angaben einer Stadtsprecherin mehrere Tausend Menschen an die Uferpromenade; die diesjährige Auflage setzte die Tradition des bunten Treibens fort.
Für die Kleinstadt mit knapp 6 000 Einwohnern ist die Veranstaltung nicht nur ein volksfestlicher Höhepunkt, sondern auch ein wirtschaftlicher Impuls: Besucherinnen und Besucher beleben Gastronomie und Einzelhandel, während das abwechslungsreiche Programm die Region in den Sommermonaten sichtbar macht.