Im mittelhessischen Hünfelden hat ein schwerer Gewaltvorfall mehrere Menschen erschüttert: Nach Polizeiangaben soll ein 45-jähriger Mann seine 76-jährige Mutter in einem Wohnhaus angegriffen und angezündet haben. Die Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzungen. Eine 103-jährige Grossmutter des Mannes, die ebenfalls im Haus war, wurde mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert.
Fahndung mit Hubschrauber und Hunden
Die Polizei war nach eigenen Angaben am frühen Abend zu einem Brand in dem Wohnhaus im Ortsteil Kirberg gerufen worden. Der Tatverdächtige flüchtete zunächst; eine umfangreiche Fahndung mit Polizeihubschrauber, Spürhunden und einer Einheit des hessischen Polizeipräsidiums führte am Abend zur Festnahme des Mannes.
- Ort: Kirberg (Gemeinde Hünfelden, Landkreis Limburg-Weilburg)
- Betroffene: 76-jährige Frau (tot), 103-jährige Grossmutter (schwer verletzt)
- Tatverdächtiger: 45-jähriger Sohn/Enkel, nach Fahndung gefasst
Unklare Hintergründe
Die Umstände des Vorfalls sind laut Polizei noch weitgehend ungeklärt. Es werde ermittelt, wie es zu dem Angriff kommen konnte und welche Motivlage vorliege. Zu Art und Schwere der Verletzungen der 103-Jährigen sowie zu weiteren Details machten die Behörden bislang keine Angaben.
„Die Umstände und Hintergründe der Tat seien noch offen und Gegenstand der Ermittlungen“, erklärte die Polizei.
Ermittlungen und Spurensicherung
Vor Ort sicherten Einsatzkräfte Spuren am Wohnhaus und sperrten eine Straße ab. Die Gemeinde Kirberg zählt rund 2 400 Einwohner; der Vorfall hat in der kleinen Gemeinde und darüber hinaus Bestürzung ausgelöst. Weitere Auskünfte sollen nach Abschluss erster kriminaltechnischer Untersuchungen folgen.
| Person | Alter | Status |
|---|---|---|
| Mutter | 76 | verstorben |
| Grossmutter | 103 | schwer verletzt, hospitalisiert |
| Tatverdächtiger | 45 | festgenommen |
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei werden die Ermittlungen übernehmen, um Tatablauf und mögliche Motive zu klären. Bis dahin halten sich Polizei und Behörden mit weiteren Aussagen zurück, um die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.