Kultur St. Gallen Kanton St. Gallen

Textilmuseum zeigt Modefotografie und St.Galler Stoffgeschichte von 1900 bis heute

Das Textilmuseum St.Gallen eröffnet die Ausstellung «Mise en Scène», die Modefotografie und regionale Textilproduktion über mehr als 120 Jahre verbindet. Zu sehen sind internationale Werke und Stücke lokaler Hersteller.

Textilmuseum zeigt Modefotografie und St.Galler Stoffgeschichte von 1900 bis heute
©Illustration KI Barbara Looser / news10.ch

Ausstellung verbindet internationale Fotokunst mit Ostschweizer Textiltradition

Das Textilmuseum St.Gallen startet mit der Schau «Mise en Scène. Modefotografie von der Belle Époque bis heute» eine Ausstellungsreihe, die Bildgeschichte und regionale Produktionsgeschichte miteinander verknüpft. Die Präsentation ist seit dem 3. Juli 2026 geöffnet und dauert bis zum 28. Februar 2027. Im Zentrum stehen sowohl ikonische Modeaufnahmen als auch Stoffe und Konfektionen aus der Ostschweiz.

Die Ausstellung verfolgt nicht nur die ästhetische Entwicklung der Modefotografie, sondern beleuchtet die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen: von den fließenden Silhouetten der 1920er-Jahre über die Nachkriegs-Ästhetik bis zu aktuellen, vielfältigen Körper- und Rollenbildern. Zugleich zeigt die Präsentation, wie eng Fotografie und Textilindustrie über Jahrzehnte verflochten waren und wie Produkte aus der Region internationale Modeshows und Bildwelten beeinflussten.

Gezeigt werden Werke renommierter Fotografen und Studios, darunter Séeberger Frères, Atelier d’Ora Benda, Helmut Newton, Peter Knapp, Jeanloup Sieff und Iwan Baan. Ergänzt werden die Bilder durch textilen Beispiele von Herstellern wie Forster Rohner, Jakob Schlaepfer und Akris, die exemplarisch für die Bedeutung der Region in der internationalen Modeproduktion stehen.

  • Ausstellungszeitraum: 3. Juli 2026 – 28. Februar 2027
  • Schwerpunkt: Verbindung von Modefotografie und regionaler Textilproduktion
  • Präsentierte Positionen: internationale Fotografen und regionale Firmen

Die Ausstellung bietet Besuchenden einen doppelten Blick: Einerseits auf die Bildsprache der Modefotografie, andererseits auf die wirtschaftliche Rolle, die St.Galler Stoffe historisch und bis in die Gegenwart gespielt haben. Für Lehrpersonen und Fachpublikum eröffnet sich damit auch ein konkreter Zugang zu Fragen der Arbeitsgeschichte und Designentwicklung in der Ostschweiz.

Im musealen Begleitprogramm ist ausserdem eine Serie mit Arbeiten von Barbara Davatz zu sehen. Die Aufnahmen aus dem Jahr 1972 zeigen Porträts von Arbeiterinnen und Arbeitern des Textilunternehmens Walse und bilden eine dokumentarische Ergänzung zu den Modeaufnahmen.

OrtZeitraumSchwerpunkte
Textilmuseum St.Gallen3.7.2026 – 28.2.2027Modefotografie, St.Galler Textilunternehmen, Sozialgeschichte

Für die Region hat die Ausstellung einen doppelten Stellenwert: Sie würdigt die handwerkliche und industrielle Kompetenz der Ostschweiz im Textilbereich und macht gleichzeitig ein Stück Kulturgeschichte öffentlich zugänglich. Bildungsangebote und thematische Führungen dürften besonders für Schulklassen, Fachleute der Textilbranche sowie kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher aus der Region von Interesse sein.

Barbara Looser
Barbara KI Korrespondent/-in im Kanton St. Gallen online

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