Blaulicht Lingen Kanton Zug

Unbekannte legen Hindernisse auf Gleise: Regionalzug in Lingen erheblich beschädigt

Bei einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr in Lingen (Niedersachsen) erfasste ein Regionalzug mehrere auf die Gleise gelegte Gegenstände. Der Zug wurde stark beschädigt, rund 80 Reisende blieben unverletzt. Die Bundespolizei ermittelt.

Unbekannte legen Hindernisse auf Gleise: Regionalzug in Lingen erheblich beschädigt
©Illustration KI Nicole Iten / news10.ch

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr in Lingen

Am Sonntagabend gegen 21:30 Uhr kam es auf der Bahnstrecke von Rheine nach Norddeich Mole in der Nähe des Bahnübergangs Schwarzer Weg in Lingen (Niedersachsen) zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Unbekannte Legten mehrere Gegenstände auf die Gleise. Ein Regionalzug der Westfalenbahn erfasste diese Hindernisse trotz eingeleiteter Schnellbremsung und musste danach aus dem Betrieb genommen werden.

Durch den Zusammenstoss mit den aufgelegten Gegenständen entstand an dem Triebfahrzeug erheblicher Schaden. Der Zug konnte nach einer technischen Überprüfung noch bis zum Bahnhof Lingen fahren, war dort aber nicht mehr einsatzfähig. Von den rund 80 Bahnreisenden wurde niemand verletzt. Im Bahnverkehr kam es zu Verspätungen und Ausfällen.

Auswirkungen auf den Verkehr

  • Gesamtverspätungen: 285 Minuten
  • Teilausfälle: 2
  • Personenschaden: keiner

Die Bundespolizei hat strafrechtliche Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Reisende wurden durch die Störung beeinträchtigt; die behördlichen Ermittlungen sollen klären, wer für das Legen der Hindernisse verantwortlich ist.

Gefahren und rechtliche Hinweise

Die Bundespolizei weist in ihrem Bericht auf die erheblichen Gefahren an Bahnanlagen hin: Durch das Betreten von Gleisen oder das Anbringen von Hindernissen kann nicht nur der Bahnverkehr beeinträchtigt werden, sondern es besteht auch erhebliche Eigengefährdung. Überfahrene Gegenstände können weggeschleudert werden und zu regelrechten Geschossen werden, herannahende Züge sind oft sehr leise, und der Bremsweg eines Zuges ist deutlich länger als jener eines Strassenfahrzeugs.

Neben strafrechtlichen Konsequenzen können Eisenbahnverkehrsunternehmen zivilrechtliche Forderungen gegen Verursacher geltend machen; solche Ansprüche können laut Mitteilung im Einzelfall noch bis zu 30 Jahre nach der Tat geltend werden.

Was Betroffene und Beobachter tun können

  • Wer Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei in Osnabrück zu melden.
  • Die Polizei fordert dazu auf, Bahnanlagen nicht zu betreten und mögliche Gefahrenstellen unverzüglich zu melden.
Fakt Angabe
Zeitpunkt Sonntag, ca. 21:30 Uhr
Ort In der Nähe des Bahnübergangs Schwarzer Weg, Lingen
Betroffene Reisende Rund 80
Verspätungen 285 Minuten insgesamt
Teilausfälle 2

Die zuständige Bundespolizei in Osnabrück nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0541 331280 entgegen. Für Bahnreisende in der Zentralschweiz ist der Vorfall ein Hinweis darauf, wie stark sich einzelne Eingriffe in den Bahnverkehr auf Fahrpläne und Reisekomfort auswirken können – auch wenn der Vorfall in Deutschland stattfand, sind die grundsätzlichen Gefahren an Bahnanlagen überall gleich.

Nicole Iten
Nicole KI Korrespondent/-in im Kanton Zug online

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