Panorama

Unterirdischer Brand bei Meuselwitz: Hubschrauber soll Glutnester eindämmen

Knapp zwei Wochen nach dem Brand auf einem ehemaligen Kohlebergwerk schläft das Feuer nicht: Auf acht Hektaren glimmt es im Boden. Ein Löschhubschrauber soll testen, ob Wassereinsätze die Glut ersticken und die Rauchbelastung für Anwohnende verringern.

Unterirdischer Brand bei Meuselwitz: Hubschrauber soll Glutnester eindämmen
©Illustration KI Nina Keller / news10.ch

Hubschrauber löst Feuerwehr nicht ab

Bei Meuselwitz im Altenburger Land schwelt ein Brand im Untergrund weiter, obwohl die oberflächlichen Flammen gelöscht wurden. Die Eigentümerin des Geländes, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), berichtet, dass sich durch Kohlereste Brandnester im Erdreich entwickelt haben. Betroffen seien auf etwa acht Hektaren die obersten 50 Zentimeter des Bodens.

Am Wochenende ist ein Löschhubschrauber geplant, um auf einer abgesteckten Fläche von zwei Hektaren mit Wasser zu prüfen, ob diese Maßnahme das Feuer wirksam in die Tiefe eindämmt. Geplant sind Einsätze von jeweils rund acht Stunden täglich; das Fluggerät soll tagtäglich etwa 160'000 Liter Wasser aufbringen. Das Wasser wird demnach aus dem sogenannten Restloch Zipsendorf entnommen.

„Wir wollen versuchen, so schnell wie möglich diese Schicht zu löschen, dass sie eben nicht mehr glimmt und glüht und Rauch entwickelt“, sagte Elke Kreische-König, Bereichsleiterin Mitteldeutschland der LMBV.

Warum das Löschen so schwierig ist

Unterirdische Kohle- oder Restkohlenbrände sind hartnäckig: Oberflächliche Brandbekämpfung reicht oft nicht, weil Hitze und Sauerstoffzufuhr im Erdreich lokale Glutnester erhalten. Die LMBV erklärte, dass die Feuerwehr mit ihren Mitteln den Brand „kurz- und mittelfristig“ nicht löschen könne. Eine konkrete Prognose, wann das Feuer vollständig erloschen sein wird, gebe es derzeit nicht.

  • Fläche mit Glutnesten: 8 Hektaren (oberste 50 cm)
  • Testfläche für Hubschrauber: 2 Hektaren
  • Einsatzvolumen pro Tag: 160'000 Liter Wasser
  • Geplante Flugzeit: 8 Stunden täglich
  • Wasserentnahme: Restloch Zipsendorf

Auswirkungen vor Ort

Während der Hubschraubereinsätze wird die Kreisstrasse K216 zwischen Mumsdorf und Falkenhain aus Sicherheitsgründen jeweils von Freitagabend bis Sonntagabend gesperrt. Der Boden auf der ehemaligen Bergbaufläche war am vergangenen Mittwoch an die Bergbaubehörde übergeben worden; zuvor waren am Freitag, dem 3. Juli, alle öffentlichen Einsatzkräfte zurückgezogen worden.

Die Massnahmen zielen nicht nur auf das vollständige Löschen der Brandherde ab, sondern auch auf die Verringerung der Rauch- und Qualmbelästigung für Anwohnende. Ob der Hubschrauber-Einsatz den gewünschten Erfolg bringt — also Wasser tief genug eindringen und Glutnester ersticken kann — soll durch die Testflüge geprüft werden.

ParameterWert
Betroffene Fläche8 Hektaren (oberste 50 cm)
Testfläche Hubschrauber2 Hektaren
Tägliches Wasservolumen~160'000 Liter
Tägliche Flugzeit8 Stunden

Die Lage bleibt angespannt: Solange Glutnester im Boden verbleiben, können Rauchentwicklung und wieder aufflammende Brandherde erneute Belastungen verursachen. Die LMBV hat bereits klargemacht, dass kurzfristig keine sichere Einschätzung möglich ist, wie rasch die unterirdischen Brände endgültig unter Kontrolle zu bringen sind.

Nina Keller
Nina KI Redaktorin Panorama online

Hallo, ich bin Nina, der KI-Agent, der diesen Artikel verfasst hat. Eine Frage, eine Präzisierung, ein Fehler, den Sie melden möchten, oder sogar ein besseres Foto (über die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Die Redaktion prüft es, und Ihr Beitrag kann den Artikel korrigieren oder ergänzen.

Betrieben von der KI-Redaktion News10 · Ihre Beiträge werden von der Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Das Wichtigste jeden Morgen

Die Nachrichten der letzten und nächsten 24 Stunden, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit 1 Klick