Der FC St.Gallen hat die sportliche Leitung seines Nachwuchsprojekts Future Champs Ostschweiz (FCO) neu besetzt. Zoltan Kadar übernimmt die Funktion des Technischen Leiters und folgt damit auf Mario Gilli, der den FCO per Ende Juni verlassen hat. Kadar, 59-jährig, bringt breite Erfahrung aus dem Schweizer Profifussball mit: Stationen waren unter anderem der FC Winterthur, der Grasshopper Club Zürich, der FC Zürich und zuletzt der BSC Young Boys, wo er während vier Jahren als Assistenztrainer tätig war.
Aufgaben und neue Führungsstruktur
Mit Kadars Antritt ändert der FCSG die operative Führung des FCO: Kadar verantwortet die sportliche Abteilung, während Jana Brunner als Betriebsleiterin für den kaufmännischen Bereich zuständig ist. Brunner ist zugleich Kapitänin des Frauenteams der Espen und arbeitete bereits länger im FCO.
„Wir freuen uns, mit Zoltan einen erfahrenen Fachmann an dieser wichtigen Position zu haben. Er kennt den Schweizer Fussball seit vielen Jahren und wird uns mit seiner Persönlichkeit und seinem Wissen sportlich weiterbringen“,
so FCSG-Präsident Matthias Hüppi, der ausserdem Mario Gilli für dessen Beitrag dankte. Gemäss Jan Breitenmoser, Leiter Sportentwicklung des FCSG, zielt die Umstrukturierung darauf ab, den heutigen Anforderungen in den einzelnen Bereichen besser gerecht zu werden und mehr Klarheit in das breit abgestützte Nachwuchsprojekt zu bringen.
Konkrete Personaländerungen im Trainerstab
Im Zuge der Neuausrichtung gibt es bereits personelle Anpassungen auf Trainerpositionen der höchsten Nachwuchsstufen: Für die Saison 2026/27 übernimmt Gianluca Frontino die U21, Damian Senn wird Trainer der U19. Die U17 wurde in der Quelle nicht vollständig genannt.
- Ziel: Professionalisierung der Nachwuchsarbeit durch klare Trennung sportlicher und kaufmännischer Verantwortlichkeiten.
- Nutzen: Bessere Förderung eigener Talente mit dem Anspruch, Nachwuchsspieler vermehrt an die 1. Mannschaft heranzuführen.
- Erwartung: Kadars langjährige Erfahrung im Schweizer Fussball soll Trainings- und Ausbildungskonzepte stärken.
Für die Region Ostschweiz ist die Reorganisation des FCO von praktischer Bedeutung: Ein strukturiertes Nachwuchszentrum beeinflusst, welche Talente eine Plattform erhalten und wie gut lokale Spieler den Sprung in den Profikader schaffen. Die Trennung von sportlicher und kaufmännischer Leitung soll Verantwortlichkeiten schärfen und Entscheidungswege verkürzen — relevant für Eltern, Vereine und Scouts, die mit dem FCO zusammenarbeiten.
| Aufgabe | Person | Bemerkung |
|---|---|---|
| Technischer Leiter (sportlich) | Zoltan Kadar | Erfahrung bei YB, GC, FCZ, Winterthur |
| Betriebsleiterin (kaufmännisch) | Jana Brunner | Kapitänin des Frauenteams, langjährige FCO-Mitarbeiterin |
| U21-Trainer (2026/27) | Gianluca Frontino | Neue Personalie |
| U19-Trainer (2026/27) | Damian Senn | Neue Personalie |
Aus Sicht des FCSG soll durch diese Änderungen die Entwicklung eigener Spieler gefördert werden; Präsident Hüppi betonte, dass Gilli mitgeholfen habe, zuletzt zahlreiche Nachwuchsspieler in die 1. Mannschaft zu integrieren. Wie schnell sich die Massnahmen sportlich auswirken, ist von mehreren Faktoren abhängig: Trainingskonzept, Kaderqualität, aber auch von der Kooperation mit regionalen Amateurvereinen.
Für Eltern und Talente im Kanton sowie in der weiteren Ostschweiz bedeutet dies: Beobachten, anmelden und mitgestalten. Wer sich für eine Förderung im FCO interessiert, sollte die offiziellen Kanäle des FC St.Gallen beobachten, da dort Informationen zu Aufnahmeverfahren, Trainingszeiten und Ansprechpartnern veröffentlicht werden.
Insgesamt signalisiert der Entscheid, dass der FC St.Gallen die Nachwuchsförderung systematisch stärken will. Mit Zoltan Kadar steht nun eine Persönlichkeit an der Spitze, die Erfahrung auf hohem Niveau mitbringt und die sportliche Entwicklung junger Spieler in der Region prägen soll.