Luxusstifte als Wirtschaftsimpuls für Zug
Der 35-jährige Unternehmer Samuel Naldi stellt seine Boutique in Zug neu auf: Aus "Style of Zug" wird künftig WritingCulture. Naldi, der seit 2022 das Geschäft führt und ursprünglich aus Lausanne stammt, vertreibt bereits heute renommierte Marken wie Montblanc, Montegrappa, Namiki, Elbwood, Yard-O-Led und Caran d’Ache. Parallel dazu arbeitet er an einer eigenen Marke hochwertiger Schreibgeräte, die er nach eigenen Angaben künftig in Zug produzieren lassen will.
Nach Angaben des Gründers wächst das Unternehmen derzeit sehr schnell: das Umsatzwachstum betrage laut Naldi jährlich 100 Prozent. Er begründet die Nachfrage entgegen dem allgemeinen Digitalisierungstrend mit einer bewussten Rückbesinnung auf Handschrift: Wer heute handschriftlich schreibt, tue das freiwillig und wertschätze dadurch das physische Schreibgerät stärker.
„Wenn sich jedoch jemand die Mühe mache, von Hand zu schreiben, selbst mit Rechtschreibfehlern, dann habe diese Karte einen echten Wert“, sagte Jean‑Claude Biver laut Angaben der Veranstalter.
Mehr als ein Verkaufsraum: Treffpunkt für Liebhaber
Beim Rebranding versteht sich die Boutique nicht nur als Handel, sondern auch als Ort für Sammler, Kenner und Liebhaber. Der Verkaufsraum soll Veranstaltungen, Sammlertreffen und Gespräche rund um Handschrift und Schreibkultur ermöglichen. Für den Standort Zug bedeutet das eine zusätzliche Nische im lokalen Detailhandel: Luxuswarenverkauf kombiniert mit kulturellen Angeboten kann Laufkundschaft und spezialisierte Kundinnen anziehen.
- Neuer Markenname: WritingCulture (früher Style of Zug)
- Produktangebot: hochwertige Füllfederhalter, Kugelschreiber und Stifte
- Wachstum: laut Naldi 100% Jahresumsatzwachstum
- Strategie: eigene Marke, geplante Produktion in Zug
Wirtschaftliche und lokale Auswirkungen
Eine in Zug angesiedelte Produktion hätte mehrere Effekte: kurzfristig könnten Werkstätten oder Kleinproduktionen entstehen, mittelfristig ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in Produktion, Service und Verkauf möglich. Zudem stärkt ein lokales Produktportfolio das handwerkliche und industrielle Angebot des Kantons und erhöht die Sichtbarkeit von Zug als Standort für Luxusgüter abseits der bekannten Uhrmacherei.
Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das konkret: näher zugängliche Service‑ und Reparaturleistungen, lokale Verfügbarkeit spezieller Editionen und mögliche Veranstaltungen rund um Handschrift und Sammlerstücke. Für Sammler kann ein lokaler Treffpunkt die Netzwerke vertiefen und den Zugang zu seltenen Stücken erleichtern.
Profil des Gründers
| Person | Angabe |
|---|---|
| Name | Samuel Naldi |
| Alter | 35 Jahre |
| Firmensitz | Zug |
| Geschäft | WritingCulture (ehem. Style of Zug) |
| Umsatzwachstum | 100% jährlich (laut Gründer) |
Bei der öffentlichen Präsentation des Rebrandings unterstützte der frühere Hublot‑CEO Jean‑Claude Biver den Anlass und brachte seine Perspektive auf Luxusprodukte und Handschrift ein. Solche prominenten Unterstützer erhöhen die mediale Aufmerksamkeit und können für das junge Unternehmen vorteilhaft sein.
Ob und in welchem Umfang die Produktion tatsächlich nach Zug verlagert wird, bleibt eine zentrale Frage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung von WritingCulture. Konkrete Zeitpläne oder Angaben zu Investitionsvolumen und Stellenzahlen wurden bisher nicht veröffentlicht. Für den lokalen Gewerbe- und Detailhandelsstandort Zug ist jedoch bereits die Absichtserklärung relevant: Sie signalisiert unternehmerisches Vertrauen in den Standort und schafft Perspektiven für vermehrte spezialisierte Angebote vor Ort.
Leserinnen und Leser, die an Veranstaltungen, Sammlerstücken oder Serviceleistungen interessiert sind, finden in WritingCulture künftig voraussichtlich einen lokalen Ansprechpartner für hochwertige Schreibgeräte und die damit verbundene Kultur des Handschriftlichen.