Starker Jahrgang bei der beruflichen Grundbildung
Am Samstag sind im Kanton Nidwalden insgesamt 332 junge Frauen und Männer in 90 unterschiedlichen gewerblich-industriellen Berufen mit dem Fähigkeitszeugnis verabschiedet worden. Die Feier fand in Stans statt; die Diplome überreichte der Bildungsdirektor Armin Odermatt, die konzeptionelle Verantwortung trug Prüfungsleiter Roger Bühler vom Amt für Berufsbildung und Mittelschule.
Die Zahl der Auszeichnungen ist bemerkenswert: 42 der erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten — rund zwölf Prozent — erreichten eine Gesamtnote von 5,4 oder höher und wurden entsprechend geehrt. Eine besonders herausragende Leistung: Eine Fachfrau Gesundheit erlangte die Bestnote 6,0.
Ergebnisse, die genau geprüft werden
Gemäss Bericht werden die gespannt erwarteten Prüfungsnoten nach der Übergabe unmittelbar weiter analysiert. Solche Auswertungen dienen den Bildungsbehörden und den Ausbildungsbetrieben als Grundlage, um Qualität, Prüfungsformen und Unterstützungsmassnahmen für Lernende zu beurteilen und gegebenenfalls anzupassen.
- Absolventinnen und Absolventen: 332
- Berufe: 90 gewerblich-industrielle Ausbildungen
- Mit Auszeichnung (≥5,4): 42
- Nicht bestanden im ersten Anlauf: 20
- Herausragende Note: 6,0 (Fachfrau Gesundheit)
| Grösse | Angabe |
|---|---|
| Gesamtzahl Diplomierte | 332 |
| Anzahl Berufe | 90 |
| Auszeichnungen (≥5,4) | 42 |
| Nicht bestanden (1. Anlauf) | 20 |
Bedeutung für Region und Arbeitsmarkt
Die übergebenen Fähigkeitszeugnisse sind nicht nur ein persönlicher Meilenstein für die Absolventinnen und Absolventen, sie haben auch unmittelbare lokale Auswirkungen. Qualifizierte Fachkräfte in handwerklichen und industriellen Berufen sind wichtigste Grundlage für regionale Betriebe. Besonders in kleinen Kantonen wie Nidwalden beeinflusst der berufliche Nachwuchs die Wettbewerbsfähigkeit von Gewerbe, Industrie und Dienstleistern vor Ort.
Die Zahl derer, die die Prüfung im ersten Anlauf nicht bestanden haben (20), macht zudem deutlich, dass Berufsausbildung weiterhin begleitende Unterstützung braucht — sei es durch die Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen oder kantonale Förderangebote. Die systematische Prüfung der Noten liefert Behörden und Partnern Hinweise, wo zusätzliche Massnahmen sinnvoll sind.
Fotodokumentation und Berichterstattung zum Anlass wurden vor Ort erstellt (Foto: Edi Ettlin, Stans, 4. Juli 2026). Die offizielle Auswertung der Prüfungsresultate und mögliche Schlussfolgerungen für die kantonale Berufsbildung werden in den kommenden Wochen erwartet.