Arbeitsreisen und Urlaub verschmelzen
Eine weitere Studie vom 7. Juli 2026 bestätigt einen Trend, der in den letzten Jahren bereits sichtbar war: Geschäftsreisen werden häufiger genutzt, um Freizeit anzuhängen. Demnach haben 67 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden bereits Erfahrung mit Bleisure (Business plus Leisure). Damit zeigt sich, wie stark New Work-Modelle und flexiblere Arbeitszeiten das Reiseverhalten verändern.
Warum Bleisure zunimmt
Die Studie macht deutlich, dass die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben auf Reisen zunehmend durchlässig werden. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen es Angestellten, Termine so zu legen, dass sich an eine Dienstreise ein längerer privater Aufenthalt anschliessen lässt. Für viele ist dies eine Chance, Geschäftsverpflichtungen mit Erholung oder familiären Besuchen zu verbinden — ohne zusätzliche Urlaubstage zu beanspruchen.
Was Reisende praktisch wissen sollten
- Planung: Frühzeitige Abstimmung mit dem Arbeitgeber klärt, ob Homeoffice-Tage oder Freistellungen für den verlängerten Aufenthalt möglich sind.
- Kosten: Reisekostenrichtlinien prüfen: Viele Dienstgeber übernehmen nur beruflich veranlasste Tage; private Verlängerungen können selbst zu tragen sein.
- Versicherungen: Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung auf private Zusatztage abstimmen.
Für Reisende bedeutet das: Wer Bleisure praktizieren will, sollte vorab Regeln, Budget und Versicherung klären. Unternehmen wiederum sind gefordert, klare Vorgaben zu schaffen, die sowohl betriebliche Interessen als auch den Wunsch nach work–life-integration respektieren.
Kurzdaten zur Studie
| Ergebnis | Wert |
|---|---|
| Geschäftsreisende mit Bleisure-Erfahrung | 67 % |
Die Untersuchung unterstreicht einen anhaltenden Wandel im Reiseverhalten: Wer dienstlich unterwegs ist, nutzt die Gelegenheit zunehmend auch privat. Das hat Auswirkungen auf Geschäftsreisemanagement, Reisekostenrichtlinien und die Tourismusbranche — insbesondere Destinationen, die auf Kurzaufenthalte und kombinierte Angebote setzen.
Für Freizeitinteressierte heisst das konkret: Mehr Angebote und Services werden in Zukunft darauf abzielen, berufliche Aufenthalte nahtlos mit Freizeitbausteinen zu verbinden — von verlängerten Hotelaufenthalten über Kultur- und Erlebnisangebote bis hin zu speziell zuschneiderten Transportlösungen.