Steigerung der Produktion bei gleichzeitiger Klimaarbeit
Die in Sachseln ansässige bio-familia AG hat 2025 ihre Müesli‑Produktion um rund 3 Prozent erhöht und gleichzeitig Fortschritte bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen erzielt. Das geht aus dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens hervor. Demnach konnten die Emissionen bei den Rohstoffen um 2 Prozent gesenkt werden, die direkten Emissionen am Produktionsstandort Sachseln verringerten sich um 4 Prozent.
Lieferkette als zentraler Hebel
Wesentliche Erkenntnis des Berichts ist, dass rund 69 Prozent der Treibhausgasemissionen bereits bei den Rohstoffen anfallen. Damit liegt der grösste Hebel zur Verbesserung der Klimabilanz ausserhalb der Produktionshallen in Sachseln: Auswahl der Bezugsquellen, Herkunftstransparenz und Rohstoffmix bestimmen die Emissionsbilanz massgeblich.
- Produktion 2025: +3 %
- Emissionen Rohstoffe: -2 %
- Direkte Emissionen Standort Sachseln: -4 %
Konkrete Massnahmen
bio-familia nennt mehrere Massnahmen, mit denen die Verbesserungen erreicht wurden: präzisere Herkunftsdaten, Anpassungen im Einkauf sowie ein veränderter Rohstoffmix. Das Unternehmen hat vermehrt Früchte mit vergleichsweise tieferen Emissionsfaktoren bezogen, darunter Äpfel und Sultaninen. Gleichzeitig wurden Prozesse vereinfacht, Rohstoffe zusammengelegt und neue Bezugsquellen aufgebaut.
Am Produktionsstandort in Sachseln wurde ein Bandofen von Propan auf Elektroheizung umgebaut. Zudem investiert die Firma laufend in Modernisierung von Anlagen und Prozessen, wodurch weitere Senkungen der Emissionen in den kommenden Jahren erwartet werden.
Auswirkungen für den Kanton und Perspektiven
Die Entwicklung hat zwei lokale Dimensionen: Einerseits bleibt die Produktion erhalten und wächst moderat, was für Beschäftigung und lokale Zulieferer relevant ist. Andererseits zeigt der Bericht, wie stark regionale Klimaziele von Entscheidungen in der Lieferkette abhängen. Für Gemeinden und politische Behörden im Kanton Nidwalden ist dies ein Hinweis, dass lokale Klimapolitik und Wirtschaftsförderung die Nachhaltigkeitsbemühungen der ansässigen Unternehmen unterstützen sollten.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Produktionssteigerung 2025 | +3 % |
| Emissionen Rohstoffe | -2 % |
| Direkte Emissionen Standort | -4 % |
| Anteil Rohstoffemissionen an Gesamt | 69 % |
Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das: Nachhaltigere Bezugsquellen und technische Umstellungen tragen zur Reduktion der Klimawirkung bei, auch wenn der grösste Teil der Emissionen ausserhalb des Kantons entsteht. Unternehmen wie bio-familia zeigen, dass Produktionswachstum und Emissionsreduktion nicht zwingend ein Widerspruch sein müssen, wenn gezielt in Beschaffung und Technik investiert wird.