Grossanlass in Chur beendet – Bilanz: Besucher, Schützinnen und Helfer
Das Eidgenössische Schützenfest 2026 in Graubünden ist am Sonntag nach einem Monat zu Ende gegangen. Der Anlass mit dem Hauptort Chur dauerte vom 5. Juni bis zum 5. Juli und zog gemäss Organisationskomitee rund 100'000 Besucherinnen und Besucher sowie 35'000 Schützinnen und Schützen an. Die Finalwettkämpfe der Schützenkönige bildeten den Abschluss auf dem Rossboden.
Durchgeführt wurde das Schützenfest nicht nur in Chur, sondern auch an weiteren 19 Aussenschiessplätzen im Kanton Graubünden sowie in Walenstadt SG. Für den Betrieb standen rund 5'000 Helferinnen und Helfer im Einsatz, die zusammen etwa 150'000 Arbeitsstunden leisteten. Insgesamt wurden während des Anlasses rund 2,5 Millionen Schuss Munition verschossen.
Wirtschaftliche Auswirkungen und regionale Verteilung
Mit einem Budget von 14 Millionen Franken erwirtschaftete das Schützenfest auch wirtschaftliche Impulse für die Region. Laut Mitteilung profitierten zahlreiche Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie, Gewerbe, Detailhandel und Tourismus von den Gästen. Der Anlass diente damit auch als Schaufenster für den Kanton.
- Hauptort: Chur (Rossboden)
- Weitere Austragungsorte: 19 Aussenschiessplätze in GR und Walenstadt SG
- Einsatz: 5'000 Helferinnen und Helfer
- Munition: 2,5 Millionen Schuss
- Budget: 14 Millionen Franken
«Das Fest habe gezeigt, wozu der Kanton fähig sei, wenn Tausende Freiwillige gemeinsam an einem Ziel arbeiten», sagte OK-Präsident Martin Candinas im Communiqué.
Organisation, Sicherheit und Zukunft
Die Logistik eines Monatsfestes mit Veranstaltungen an mehreren Standorten stellte Behörden und Veranstalter vor koordinative Herausforderungen: die Verteilung der Wettkämpfe, Verkehrskonzepte rund um Schiessplätze und Unterkunftsfragen für Teilnehmende und Gäste. Die Zahl der eingesetzten Helferinnen und Helfer unterstreicht den Freiwilligencharakter des Anlasses und die lokale Mobilisierung.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Teilnehmende Schützinnen/Schützen | 35'000 |
| Besucherinnen/Besucher | 100'000 |
| Helfereinsatz | 5'000 Personen |
| Arbeitsstunden | 150'000 |
| Verschossene Munition | 2,5 Millionen Schuss |
| Budget | 14 Millionen CHF |
Für die Bevölkerung bedeuten solche Grossanlässe kurz- und mittelfristig spürbare Effekte: höhere Auslastung der Hotellerie, mehr Gäste in Gastronomie und Detailhandel, aber auch temporäre Verkehrseinschränkungen in und um Chur. Die Zusammenarbeit zwischen Veranstalter, Gemeinden und Sicherheitsdiensten war zentral für einen störungsfreien Ablauf; das positive Fazit des OK hebt diese Koordination hervor.
Ob und in welcher Form ein ähnlicher Anlass künftig wieder in Graubünden stattfindet, ist Sache der jeweiligen Verbände und lokaler Behörden. Die Bilanz von 2026 zeigt jedenfalls, dass der Kanton infrastrukturell und personell in der Lage war, ein nationales Schützenfest über einen Monat zu tragen und damit sichtbare Impulse für Wirtschaft und Öffentlichkeit zu setzen.