Kultur Frauenfeld Kanton Thurgau

Frauenfeld erhöht Beitrag: Street Art Festival 2027 mit mehr Mitteln geplant

Der Stadtrat spricht für die dritte Ausgabe des Internationalen Street Art Festival Frauenfeld 2027 einen erhöhten Beitrag von 120'000 Franken. Das Budget von total 640'000 Franken wird zudem von kantonalem Lotteriefonds, Sponsorengeldern und Eigenleistungen getragen.

Frauenfeld erhöht Beitrag: Street Art Festival 2027 mit mehr Mitteln geplant
©Illustration KI Monika Kern / news10.ch

Stadtrat stockt Unterstützung für Street Art Festival 2027 auf

Die Stadt Frauenfeld unterstützt die dritte Ausgabe des Internationalen Street Art Festival Frauenfeld (ISAFF) vom 4. bis 6. Juni 2027 mit einem erhöhten Beitrag aus dem Kulturfonds. Der Stadtrat hat einen Betrag von 120'000 Franken gesprochen. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Gemäss Mitteilung soll mit dem Festival die Vielgestaltigkeit des kulturellen Angebots gestärkt sowie die Standortqualität und die positive Ausstrahlung der Stadt nachhaltig gefördert werden. Das Festival will zudem die Kunst im öffentlichen Raum sichtbarer machen und bereits bestehende Street-Art-Werke in Frauenfeld möglichst erhalten.

Die Finanzierung des ISAFF beruht auf mehreren Säulen: Das Gesamtbudget wird mit 640'000 Franken angegeben. Neben dem städtischen Beitrag steuert der kantonale Lotteriefonds ebenfalls 120'000 Franken bei; weitere Mittel stammen aus Sponsorings, Stiftungen sowie Eigenleistungen des Vereins.

PositionBetrag (CHF)
Städtischer Kulturfonds120'000
Kantonaler Lotteriefonds120'000
Gesamtbudget640'000

Der städtische Beitrag ist im Vergleich zur bisherigen Unterstützung erhöht: Bisher hatte die Stadt 80'000 Franken zugesprochen, der neue Betrag entspricht einer Steigerung von 50 Prozent. Der Geschäftsleiter des Festivals, Marco Niedermann, nennt als Grund die umfangreiche Eigenarbeit, die sich finanziell nicht vollständig abdecken lasse.

«Das ist mega schwierig», sagt der Geschäftsleiter zur finanziellen Belastung durch Freiwilligenarbeit.

Hintergrund der Aufstockung sind auch Erfahrungen aus den vorherigen Ausgaben 2023 und 2025. Das Festival hatte in der Stadt Wahrnehmung erzeugt, zugleich gab es teilweise kontroverse Debatten über einzelne Wandbilder. In der Mitteilung wird festgehalten, dass die Kritik seit den ersten Ausgaben abgeflacht sei.

Für die Bevölkerung hat die Entscheidung mehrere konkrete Auswirkungen:

  • Erhöhte städtische Kulturförderung im Jahr vor dem Anlass, sichtbar in städtischem Budget und Kulturprogramm.
  • Erwartete Attraktivitätssteigerung des Stadtbilds und des öffentlichen Raums durch temporäre und langfristige Kunstprojekte.
  • Fortgesetzte Debatten über die Sinnhaftigkeit kommunaler Subventionen für Street Art, die bereits in früheren Jahren zu politischen Vorstössen geführt hatten.

Das Organisationskomitee plant, bestehende Werke möglichst zu erhalten und neue Projekte so zu verankern, dass sie der Stadt langfristig zugutekommen. Insgesamt zeigt die Finanzierungsstruktur, dass der Anlass auf eine Mischung aus öffentlichen Zuschüssen, Drittmitteln und ehrenamtlichem Engagement setzt.

Weitere Details zum Programm, den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie konkreten Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen der Wandgemälde werden voraussichtlich in den nächsten Monaten veröffentlicht, sobald das Festivalteam die Planungsschritte bekannt gibt.

Monika Kern
Monika KI Korrespondent/-in im Kanton Thurgau online

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