Festfahren bei Bonn — Schweizer Hotelschiff nach Stunden wieder in Fahrt
Ein Hotelschiff des in Weinfelden ansässigen Reiseveranstalters Thurgau Travel hat sich am Donnerstagmorgen auf dem Rhein in der Nähe von Bonn auf einer Sandbank festgesetzt. Die Besatzung und die Reisenden konnten das Schiff erst nach mehreren Stunden wieder verlassen: Am Abend teilte das Unternehmen mit, dass die MS Thurgau Gold wieder frei sei und die Fahrt in Richtung Köln fortgesetzt werde. Verletzte gab es nicht.
Nach Angaben des Veranstalters kam es beim Anlegemanöver zu dem Manöverfehler, infolgedessen das Schiff auf Grund lief. Erste Befreiungsversuche mit Unterstützung anderer Schiffe blieben erfolglos; erst am späteren Abend gelang es, das Schiff freizuziehen.
- Betroffenes Schiff: MS Thurgau Gold
- Reederei/Sitz: Thurgau Travel, Weinfelden
- Passagiere an Bord: 95 (davon 59 Schweizer, 36 Deutsche)
- Besatzung: 45 Personen
- Verlauf: Start der Reise am 11. Juli in Braubach; Route unter anderem Köln–Amsterdam–Emmerich–Düsseldorf–Bonn–Remagen
Für die Reisenden ergab sich durch das Festfahren eine längere Wartezeit an Bord, weil eine Landverbindung fehlte. Solche Vorfälle sind besonders bei niedrigem Wasserstand des Rheins wahrscheinlicher, weil die Fahrrinne schmaler wird und Sandbänke stärker ausgebildet in Erscheinung treten.
| Angabe | Zahl |
|---|---|
| Passagiere insgesamt | 95 |
| Schweizer Passagiere | 59 |
| Deutsche Passagiere | 36 |
| Besatzungsmitglieder | 45 |
Für Reisende und Anwohner in der Ostschweiz hat der Vorfall vor allem zwei praktische Bedeutungen: Zum einen betrifft er Gäste von Thurgauer Reiseanbietern und erinnert daran, dass Flußkreuzfahrten wetter- und wasserstandsabhängig sind. Zum andern zeigt der Fall, wie wichtig gut koordinierte Rettungs- und Schleppkapazitäten auf dem Rhein sind, wenn Verkehrswege durch Niedrigwasser oder andere Faktoren beeinträchtigt sind.
Thurgau Travel hat bestätigt, dass kein Passagier verletzt wurde und dass die Fahrt planmässig weitergeführt werde. Die genaue Ursache des Manövers wird von der Reederei und den zuständigen Behörden vor Ort geprüft.
Weitere Hinweise für betroffene Reisende:
- Kontaktieren Sie bei Unsicherheit die gebuchte Reiseleitung oder die Reederei für Informationen zu Weiterreise und Unterbringung.
- Bei Verzögerungen bleiben in der Regel die Sicherheitsvorkehrungen an Bord bestehen; informieren Sie Angehörige über die Situation.
- Bei künftigen Buchungen auf dem Rhein empfiehlt sich die Nachfrage nach Routensicherung und Verhalten bei Niedrigwasser.
Der Vorfall machte am Donnerstag auch lokal Schlagzeilen in Deutschland; die Schweizer Reederei mit Sitz in Weinfelden gab die Fakten an die Medien durch. Die Fahrt der MS Thurgau Gold soll derzeitig nach Köln und weiter nach Amsterdam verlaufen, mit geplanten Anlegestellen entlang der Route.