In Trebitz hat ein langer leerer Raum wieder Leben eingehaucht bekommen: Am 10. Juli 2026 berichtete die Lokalredaktion, dass der Jugendclub an der Wittenberger Chaussee 21 nach einer Schliessung seit 2019 neu eröffnet wurde. Die Leitung hat die 23-jährige Jule Mathis übernommen. Auffällig ist gleich zu Beginn: Der Treff ist ein kostenloses Angebot – und es gibt kein WLAN.
Was hinter der Entscheidung ohne WLAN steckt
Das bewusste Weglassen eines Internetzugangs ist kein Vernunftsgrundeinzelstück, sondern Teil einer Haltung: Die Leiterin will demonstrieren, dass ein gemeinsamer Nachmittag auch ohne ständiges Daddeln funktionieren kann. Damit setzt der Jugendclub ein Zeichen in einer Zeit, in der digitale Präsenz Alltag für viele Kinder und Jugendliche ist. Der Ansatz zielt nicht auf Technikfeindlichkeit, sondern auf die Förderung von realen Kontakten, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten – ein Anliegen, das auch in anderen Städten und Gemeinden zunehmend diskutiert wird.
Für Familien und Jugendarbeiter ist die Neueröffnung ein konkretes Freizeitangebot, das kostenlos nutzbar ist. Gerade nach längeren Schliesszeiten fehlen oft Treffpunkte, in denen junge Menschen sich ungezwungen treffen können. Der Trebitzer Treff könnte eine Lücke schliessen.
- Ort: Wittenberger Chaussee 21, Trebitz
- Leitung: Jule Mathis (23 Jahre)
- Status: Seit 2019 geschlossen, jetzt wieder eröffnet (Berichtdatum: 10.07.2026)
- Preis: Kostenlos
- Besonderheit: Kein WLAN
| Fakt | Detail |
|---|---|
| Adresse | Wittenberger Chaussee 21 |
| Leitung | Jule Mathis |
| Geschlossen seit | 2019 |
| Berichtdatum | 10.07.2026 |
| WLAN | Nicht vorhanden |
Die Wiedereröffnung wirft aber auch Fragen auf: Wie werden Jugendliche ohne Internet motiviert? Welche Sicherheits- und Aufsichtsregelungen gelten im Treff? Und wie lässt sich die Attraktivität des Angebots nachhaltig sichern, damit der Raum nicht wieder leer steht? Solche Fragen betreffen nicht nur Trebitz, sondern sind Teil einer grösseren Diskussion über zeitgemässe Jugendarbeit.
Für Eltern und Interessierte bedeutet der Schritt: Es gibt wieder einen niederschwelligen, kostenlosen Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche vor Ort. Informationen zu Öffnungszeiten, konkreten Angeboten und Beteiligungsmöglichkeiten lassen sich vermutlich direkt beim Treff erfragen; die Wiedereröffnung ist jedenfalls ein Anlass, die lokale Jugendarbeit wieder stärker ins Blickfeld zu rücken.
In der Praxis könnte der neue Treff Modellcharakter erlangen – als Beispiel dafür, wie verbindliche Räume für junge Menschen auch ohne permanente digitale Verbindung Gelingen ermöglichen. Entscheidend bleibt, dass das Angebot angenommen und vom Umfeld unterstützt wird, damit aus einem Wiederaufbau eine dauerhafte Einrichtung wird.