Ausbildungsoffensive für Pflege: Auszahlung läuft, Nachfrage hoch
Der Kanton Luzern hat im Rahmen der Umsetzung der eidgenössischen Pflegeinitiative bereits erste Wirkung gezeigt: zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 31. Dezember 2025 wurden insgesamt rund 3 Millionen Franken an Ausbildungsbeiträgen für angehende Pflegefachpersonen ausbezahlt. Die Massnahme richtet sich an Personen, die eine Ausbildung auf Stufe höhere Fachschule (HF) oder Fachhochschule (FH) absolvieren und mindestens 25 Jahre alt sind.
Die Zahlen zeigen, dass insbesondere die HF-Ausbildung stark nachgefragt wird: 364 Personen erhielten Beiträge für eine HF-Ausbildung, 28 Personen wurden in einer FH-Ausbildung unterstützt. Die finanzielle Unterstützung ist gestaffelt: Wer 25 bis 29 Jahre alt ist, erhält 750 Franken pro Monat, Personen ab 30 Jahren erhalten 1500 Franken pro Monat.
Finanzierung: Bund, Kanton und Gemeinden teilen sich die Kosten
Die Finanzierung der Beiträge erfolgt gestuft: Der Bund beteiligt sich mit maximal 50 Prozent an den Kosten. Der verbleibende Anteil wird zwischen Kanton und Gemeinden aufgeteilt, wobei der Kanton 70 Prozent übernimmt und die Gemeinden 30 Prozent.
- Zeitraum der Auszahlungen: 1. Juli 2024 bis 31. Dezember 2025
- Anzahl Empfängerinnen und Empfänger: 392 Personen (364 HF, 28 FH)
- Ausgezahlte Summe: rund 3 Millionen Franken (Kanton und Bund)
| Kategorie | Anzahl / Betrag |
|---|---|
| HF-Ausbildung | 364 Personen |
| FH-Ausbildung | 28 Personen |
| Ausgezahlte Beiträge (Kanton + Bund) | ~3'000'000 CHF |
Kontext und Bedeutung für Luzern
Die Ausbildungsoffensive ist Teil der Umsetzung der 2021 angenommenen Pflegeinitiative auf Bundesebene. Ziel ist, den Pflegeberuf attraktiv zu machen und den Fachkräftebedarf im Gesundheitswesen längerfristig zu decken. Die Auszahlung der Beiträge in Luzern deutet darauf hin, dass finanzielle Anreize bereits junge Erwachsene und Quereinsteigende erreichen.
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons hat die Offensive mehrere praktische Auswirkungen: Zum einen dürfte die geförderte Ausbildung mittelfristig zu mehr verfügbaren Pflegekräften in Spitälern, Pflegeheimen und Spitex-Diensten führen. Zum andern entlasten die Beiträge Ausbildungssuchende finanziell, was die Hürde für eine berufliche Neuorientierung oder Weiterbildung senkt.
Was nun zu beachten ist
Die bisherigen Zahlen decken nur den Zeitraum bis Ende 2025 ab. Wie sich die Nachfrage in den kommenden Jahren entwickelt und ob die Kantons- und Gemeindebeiträge dauerhaft so getragen werden, bleibt abzuwarten. Interessierte Personen sollten die kantonalen Informationsstellen oder die kantonale Webseite konsultieren, um Anspruchsvoraussetzungen, Anmeldefristen und genaue Verfahrensschritte zu klären.