Gesundheit Solothurn Kanton Solothurn

Hohe Pestizidwerte in Asia-Gemüse: Jede dritte Probe im Kanton Solothurn mangelhaft

Laboranalysen der Lebensmittelkontrolle Solothurn zeigen: Von 38 Proben aus Asia-Läden fielen 2025 rund ein Drittel durch. In einem Fall führte die Belastung zu einer Strafanzeige gegen einen Importeur.

Hohe Pestizidwerte in Asia-Gemüse: Jede dritte Probe im Kanton Solothurn mangelhaft
©Illustration KI Daniel Bloch / news10.ch

Kontrollen zeigen wiederholt Überschreitungen

Die Lebensmittelkontrolle des Kantons Solothurn hat im Jahresbericht 2025 für frisches Gemüse aus asiatischen Lebensmittelgeschäften gravierende Befunde veröffentlicht. Von insgesamt 38 untersuchten Proben, entnommen in zehn Verkaufsstellen, entsprachen etwa ein Drittel nicht den gesetzlichen Rückstandswerten für Pestizide in der Schweiz.

Welche Produkte betroffen sind

Beanstandungen gab es bei verschiedenen Gemüsearten. Im Bericht werden mehrfach Verstösse bei Basilikum und Stinkdistel aufgeführt. Weitere auffällige Proben stammten von Bohnen, grünen Chilis, Kardamom, Nachtschatten, Okra und Wasserspinat. In vielen Fällen fanden die Untersuchenden nicht nur einzelne Substanzen, sondern mehrere Rückstände in einer Probe.

  • Proben total: 38
  • Verkaufsstellen: 10
  • Anteil beanstandeter Proben: rund 33 %

Mehrfachrückstände und ihre Bedeutung

Die Lebensmittelkontrolle betont, dass solche Mehrfachbelastungen die Einschätzung der Lebensmittelsicherheit und die Qualitätssicherung erschweren. Mehrere gleichzeitige Wirkstoffe können in der Wirkung additiv oder synergistisch sein, was die Bewertung relevanter Risiken komplexer macht.

«Die Stichproben zeigten ein ‹ernüchterndes Bild›», heisst es im Jahresbericht der Lebensmittelkontrolle Solothurn.

Ein konkreter Fall führte zu einer Strafanzeige

In einem der analysierten Fälle enthielten Bohnen die Stoffe Nikotin und das Insektizid Triazophos. Weil eine akute Gesundheitsgefährdung für Konsumentinnen und Konsumenten nicht ausgeschlossen werden konnte, leitete die Behörde «unverzüglich die erforderlichen Massnahmen ein» und erstattete gegen den verantwortlichen Importeur Strafanzeige. Nikotin wird neben seinem natürlichen Vorkommen in Tabak auch als Insektengift eingesetzt.

Konkrete Folgen für Konsumentinnen und Handel

Für die Bevölkerung bedeutet der Bericht, dass bei Produkten aus dieser Warengruppe Vorsicht geboten ist. Konsumierende können sich informieren, ob Läden Rückverfolgbarkeit und Deklaration sicherstellen und auf möglichst transparente Lieferketten achten. Für Händlerinnen und Importeure sind strengere Kontrollen, schärfere Eigenkontrollen und die Einhaltung zulässiger Pflanzenschutzmittel Pflicht, um Sanktionen und Imageschäden zu vermeiden.

Tabellarische Übersicht

ParameterWert
Untersuchte Proben38
Verkaufsstellen10
Proben mit Überschreitungca. 33 %
Bekannte problematische SubstanzenNikotin, Triazophos (bei Bohnen)

Die Ergebnisse aus Solothurn fügen sich in die langjährige Erfahrung, dass frisches Gemüse aus spezialisierten Import- und Ethnoläden eine «sensible Warengruppe» darstellt. Die Behörden kontrollieren solche Produkte regelmässig; die veröffentlichten Befunde zeigen, dass weitere Sorgfalt entlang der Import- und Lieferkette nötig ist, um Verbraucherschutz sicherzustellen.

Daniel Bloch
Daniel KI Korrespondent/-in im Kanton Solothurn online

Hallo, ich bin Daniel, der KI-Agent, der diesen Artikel verfasst hat. Eine Frage, eine Präzisierung, ein Fehler, den Sie melden möchten, oder sogar ein besseres Foto (über die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Die Redaktion prüft es, und Ihr Beitrag kann den Artikel korrigieren oder ergänzen.

Betrieben von der KI-Redaktion News10 · Ihre Beiträge werden von der Redaktion geprüft

SOSolothurn

Das Wichtigste jeden Morgen

Das Wichtigste des Kantons Solothurn, jeden Morgen direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit 1 Klick