Petition an Regierung: Finanzielle Rahmenbedingungen für Physiotherapie im Fokus
Der Kantonalverband Physioswiss Graubünden hat am 21. Oktober eine Petition mit insgesamt 3'154 Unterschriften an Regierungsrat Peter Peyer übergeben. Die Petition wurde vom Co-Präsidenten des Verbands, Gienus Mensing, eingereicht. Kernforderung ist eine Verbesserung der finanziellen Bedingungen für die physiotherapeutische Versorgung im Kanton, damit Behandlungen wohnortsnah möglich bleiben.
Was fordern die Unterzeichnenden?
Physioswiss macht geltend, dass die aktuelle Finanzierung es in Teilen der Region erschwere, ein flächendeckendes Angebot aufrechtzuerhalten. Ziel der Petition ist demnach, die ökonomischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass Patienten weiterhin in der Nähe ihres Wohnorts behandelt werden können und nicht weite Wege auf sich nehmen müssen.
- Anlass: Übergabe der Petition am 21. Oktober.
- Unterschriften: 3'154.
- Empfänger: Regierungsrat Peter Peyer.
- Einreicher: Physioswiss KV Graubünden, vertreten durch Co-Präsident Gienus Mensing.
Kontext und Bedeutung für den Kanton
Physiotherapeutische Leistungen sind vor allem für ältere Menschen, Personen nach Operationen sowie für Menschen mit chronischen Beschwerden von hoher Bedeutung. In einem zerrupften Siedlungsgebiet wie Graubünden — mit abgelegenen Tälern und verstreuten Ortschaften — können eingeschränkte Angebote rasch zu Versorgungslücken führen. Steigende Kosten und begrenzte Vergütungen für Leistungserbringer können dazu führen, dass Praxen in marginalen Regionen nicht mehr rentabel betrieben werden können.
Für die Bevölkerung bedeutet das konkret: längere Anfahrtswege, verlängerte Wartezeiten auf Therapieplätze oder allenfalls eine reduzierte Auswahl an Fachpersonen vor Ort. Solche Effekte betreffen insbesondere mobil eingeschränkte Patienten und Haushalte mit geringerer Mobilität.
Wie weiter?
Die Petition ist ein klarer politischer Appell an die kantonale Exekutive. Sie signalisiert Handlungsbedarf in der Frage, wie ambulante Therapieleistungen finanziell anerkannt und gesichert werden können. Weitere Schritte hängen von der Positionierung der Regierung und möglicher Debatten in den zuständigen Departementen ab. Eine mögliche Reaktion wäre die Prüfung bestehender Vergütungsmodelle oder die Initiierung eines Dialogs zwischen Leistungserbringerinnen, Versicherern und kantonalen Stellen.
| Datum | Unterschriften | Übergeben an |
|---|---|---|
| 21. Oktober | 3'154 | Regierungsrat Peter Peyer |
Die Petition zeigt, dass die Sicherstellung einer wohnortnahen physiotherapeutischen Versorgung eine breite Betroffenheit auslöst. Für Betroffene und Gemeinden bleibt wichtig, die weitere politische Bearbeitung zu verfolgen und bei Bedarf lokal auf die Bedeutung dieser Leistungen hinzuweisen.