Warnung vor Engpass in der Primärversorgung
Der Geschäftsleiter des Vereins docSH, Arie Späth, macht auf eine akute Herausforderung in der medizinischen Grundversorgung im Kanton Schaffhausen aufmerksam. In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag betont er, dass der Kanton kreativer werden und neue Versorgungsmodelle ausprobieren müsse, um einem drohenden Hausärztemangel zu begegnen.
Späth sieht grosses Potenzial in nichtärztlichen Fachpersonen. Damit meint er Angehörige von Gesundheitsberufen, die Aufgaben künftig stärker übernehmen könnten, damit die ärztliche Versorgung entlastet und für die Bevölkerung gesichert wird. Konkrete Modelle oder Pilotprojekte sind in der Mitteilung nicht detailliert aufgeführt; der Appell richtet sich generell an Stadt und Kanton, mutig Neuerungen zuzulassen und zu fördern.
„Wir müssen die Grundversorgung transformieren“
Die Forderung basiert auf der Annahme, dass die heutige Struktur der Grundversorgung in Schaffhausen unter Druck geraten könnte, falls die Zahl praktizierender Hausärztinnen und Hausärzte nicht gehalten oder ersetzt werden kann. Eine solche Entwicklung hätte direkte Auswirkungen für Patientinnen und Patienten: längere Wartezeiten, eingeschränkte Erreichbarkeit der Hausarztpraxen und erhöhten Druck auf Notfallstationen sowie auf Spitex- und Pflegeangebote.
Was das für die Bevölkerung bedeutet
- Patientinnen und Patienten könnten künftig stärker auf multifunktionale Versorgungszentren oder erweiterte Teams mit Pflegefachpersonen, medizinischen Praxisassistentinnen und Telemedizin-Diensten angewiesen sein.
- Für chronisch kranke und multimorbide Personen wäre eine abgestimmte Teamversorgung wichtig, damit Kontinuität und Koordination der Behandlung erhalten bleiben.
- Politik und Gesundheitsorganisationen im Kanton stehen vor der Aufgabe, rechtliche, finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen für neue Versorgungsformen zu schaffen.
Der Verein docSH fungiert als Denkfabrik für die medizinische Grundversorgung im Kanton. Sein Geschäftsleiter Arie Späth appelliert an die Behörden, Pilotprojekte und Innovationen zuzulassen, um die Versorgungslage aktiv zu stabilisieren. Welche konkreten Massnahmen Stadt und Kanton prüfen werden, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor.
| Akteur | Rolle / Stellung |
|---|---|
| Arie Späth | Geschäftsleiter von docSH, Mahner für Transformation der Grundversorgung |
| docSH | Thinktank / Verein für medizinische Grundversorgung im Kanton Schaffhausen |
Für die Bevölkerung von Schaffhausen ist zentral, dass Entwicklungen in der ärztlichen Versorgung frühzeitig kommuniziert werden und konkrete Schritte geplant werden, die eine lückenlose Betreuung sicherstellen. Der Hinweis von docSH lenkt den Blick auf die Notwendigkeit koordinierter politischer und administrativer Antworten sowie auf die Bedeutung, nichtärztliche Kompetenzen gezielt einzusetzen.
Wie die Stadt und der Kanton auf den Appell reagieren, bleibt abzuwarten. Entscheidend ist, dass die Diskussion über die Zukunft der Grundversorgung in Schaffhausen jetzt geführt und in konkrete, überprüfbare Massnahmen überführt wird.