Der Gemeinderat hat in einer Mitteilung angesichts der anhaltenden Trockenheit die Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgefordert und per sofort mehrere Nutzungsbeschränkungen eingeführt. Ursache sind deutlich gesunkene Schüttungen bei den Waldquellen und der Quelle Moos sowie ein anhaltendes Niederschlagsdefizit im Kanton.
Konkrete Einschränkungen und Empfehlungen
Die verfügten Massnahmen betreffen vor allem nicht lebensnotwendige Verwendungen von Trinkwasser. Konkret sind folgende Tätigkeiten untersagt oder eingeschränkt:
- Bewässern von Rasen (unzulässig)
- Waschen von Autos mit Trinkwasser (unzulässig)
- Nachfüllen privater Schwimmbäder (unzulässig)
- Rückhaltung beim Bewässern von Gemüse- und Blumenbeeten (Appell)
Der Dorfbrunnen wurde vorübergehend abgestellt; für die Bewässerung von Beeten könne weiterhin Wasser am Fahrbrunnen bezogen werden. Der Gemeinderat betont die Priorität der Trinkwasserversorgung.
"Trinkwasser habe oberste Priorität, jede eingesparte Menge helfe, Engpässe zu vermeiden und die Versorgung zu sichern."
Hintergrund: Niederschlagsdefizit und Auswirkungen
Im gesamten Kanton Schaffhausen besteht laut Mitteilung seit Dezember ein Niederschlagsdefizit von rund 50 Prozent. Die anhaltende Trockenperiode hat die Fördermengen der lokalen Quellen reduziert; die Schüttung der Waldquellen und der Quelle Moos sei deutlich rückläufig. Auch die Partnergemeinde Gottmadingen erwarte Engpässe in der Wasserversorgung.
Folgen für Bevölkerung und öffentliche Sicherheit
Die Massnahmen zielen darauf ab, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Für Haushalte bedeutet das konkret:
- Verzicht auf frivole Wasserverwendungen wie Rasenbewässerung oder das Autowaschen mit Leitungswasser
- Nutzen alternativer Wasserquellen (z. B. Sammelwasser) oder reduzierte Bewässerungsintervalle für Beete
- Beachtung von Hinweisen zu Brunnennutzung und Fahrbrunnenzeiten
Hinzu kommt, dass die Trockenheit die Waldbrandgefahr erhöht hat. Der Gemeinderat verweist deshalb auf das bereits geltende Feuerverbot, das unter anderem auch das Abbrennen von Feuerwerk umfasst.
Wie lange gelten die Massnahmen?
Der Gemeinderat nennt kein konkretes Enddatum. In der Mitteilung heisst es, dass mehrere Tage Niederschlag notwendig seien, damit sich die Lage entspanne. Die Bevölkerung wird gebeten, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und weitere Hinweise der Gemeindebehörde zu beachten.
| Problem | Auswirkung |
|---|---|
| Waldquellen und Quelle Moos | Deutlich reduzierte Schüttung |
| Niederschlagsdefizit | Rund 50% seit Dezember (Kanton insgesamt) |
| Waldbrandgefahr | Erhöht; geltendes Feuerverbot bleibt bestehen |
Die Bevölkerung sollte Wasser nur für dringende Bedürfnisse verwenden und unnötigen Verbrauch sofort einstellen. Jede eingesparte Menge trägt dazu bei, Engpässe zu vermeiden und die Trinkwasserversorgung zu sichern.