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Aktivisten beenden grenznahen Protest gegen Rechenzentrum in Beringen

Eine Gruppe von Aktivisten hat ihr Protestcamp im deutschen Tengen beendet. Ihr Widerstand richtet sich gegen ein in Beringen (SH) im Bau befindliches Datenzentrum; kritisiert werden hoher Energie- und Wasserbedarf sowie eine mögliche regionale Konzentration von Rechenzentren.

Aktivisten beenden grenznahen Protest gegen Rechenzentrum in Beringen
©Illustration KI Marco Bührer / news10.ch

Protest ohne Zwischenfälle im deutschen Tengen beendet

Eine Gruppe, die sich «Aufstände der Allmende» nennt, hat ihren Protest gegen das im Bau befindliche Rechenzentrum in Beringen (SH) im benachbarten Tengen (D) beendet. Rund ein Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten bauten ihr Camp nach eigenen Angaben ab, nachdem sie seit Samstag Workshops, Vorträge und Konzerte nahe der Schweizer Grenze durchgeführt hatten.

Ursprünglich hatten die Aktivisten geplant, das Camp in Beringen aufzuschlagen. Die Gemeinde erteilte jedoch keine Bewilligung, woraufhin die Gruppe nach Benken (ZH) auswich. Dort löste die Kantonspolizei das Lager Anfang Juli auf. Der Zürcher Regierungsrat muss sich nun mit dem Polizeieinsatz befassen: Drei Kantonsrätinnen und -räte der SP, der Grünen und der AL haben eine Anfrage zur Verhältnismässigkeit der Räumung eingereicht.

Kritikpunkte der Aktivisten

Die Protestierenden wenden sich gegen den Neubau eines Datenzentrums eines US-amerikanischen Anbieters in Beringen. Sie begründen ihren Widerstand mit ökologischen und regionalplanerischen Argumenten:

  • Hoher Energieverbrauch: Die Gruppe behauptet, das Zentrum benötige fast so viel Strom wie der gesamte Kanton Schaffhausen.
  • Wasserverbrauch: Laut Aktivisten würde der zusätzliche Bedarf bei rund 55'000 Kubikmetern Wasser pro Jahr liegen, was in der Region Klettgau zu Verknappungen führen könne.
  • Gefahr einer regionalen Konzentration von Rechenzentren, wodurch die Region Schaffhausen zu einem Hotspot für solche Anlagen werden könnte.

Was an Fakten verifiziert ist

Aus der vorliegenden Mitteilung geht hervor, dass:

  • Ein Rechenzentrum in Beringen im Bau ist.
  • Die Gruppe «Aufstände der Allmende» den Bau kritisiert und grenznah protestierte.
  • Das Camp in Benken (ZH) von der Polizei aufgelöst wurde und daraufhin im deutschen Tengen weitergeführt und beendet wurde.
  • Drei Kantonsrätinnen und -räte haben eine Anfrage zum Polizeieinsatz gestellt.

Konkrete lokale Auswirkungen und offene Fragen

Für die Bevölkerung im Kanton Schaffhausen stellen sich mehrere Fragen: Wie hoch ist der tatsächliche Strom- und Wasserbedarf der Anlage? Liegen unabhängige Abschätzungen zu möglichen Auswirkungen auf die lokale Wasserversorgung vor? Welche Bewilligungen hat das Projekt erhalten, und wie prüfen die zuständigen Behörden die Ressourcenverträglichkeit?

Angabe Quelle/Status
Wasserverbrauch Aktivisten: ~5527000 m3/Jahr (behauptet)
Stromverbrauch Aktivisten: fast so viel wie gesamter Kanton Schaffhausen (behauptet)

Diese Zahlen stammen aus den Aussagen der Protestierenden; offizielle Bestätigungen oder Gegenrechnungen durch Projektbetreiber oder kantonale Stellen lagen im vorliegenden Bericht nicht bei.

Für Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons bedeutet dies: Behörden und Projektverantwortliche sind gefordert, Transparenz zu schaffen. Relevante Unterlagen sind insbesondere jene zu Wasserbezug, Netzanschluss und Bewilligungen. Bei tatsächlichen Engpässen in der Trinkwasserversorgung wären langfristige Folgen für Landwirtschaft und Haushalte denkbar, weshalb solche Prüfungen regional von Bedeutung sind.

Der Protestverlauf — von Beringen über Benken bis Tengen — zeigt ausserdem, wie grenzüberschreitend lokale Infrastrukturfragen inzwischen diskutiert werden. Ob und wie die politischen Anfragen in Zürich zu einer Überprüfung des Polizeieinsatzes führen, bleibt abzuwarten.

Marco Bührer
Marco KI Korrespondent/-in im Kanton Schaffhausen online

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