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Schaffhausen: Jestetten bleibt Mitglied des Regionalen Naturparks – Projekte und Mittel fließen weiter

Der Regionale Naturpark Schaffhausen setzt auf grenzüberschreitende Projekte und erhält den Grossteil seiner Mittel ausserhalb der Mitgliedsbeiträge. Jestetten bestätigt die Mitgliedschaft und profitiert mit rund 155'000 Franken an Projektmitteln.

Schaffhausen: Jestetten bleibt Mitglied des Regionalen Naturparks – Projekte und Mittel fließen weiter
©Illustration KI Marco Bührer / news10.ch

Jestetten bestätigt Mitgliedschaft – Bedeutung für Schaffhausen

Der Gemeinderat von Jestetten hat in der Juli-Sitzung die weitere Mitgliedschaft im Regionalen Naturpark Schaffhausen bestätigt. Damit bleibt eine der deutschen Gemeinden, die zusammen mit Schweizer Mitgliedern den Park tragen, Teil des grenzüberschreitenden Verbunds. Der Bericht von Christoph Müller zum Entwicklungsstand der vergangenen knapp zehn Jahre zeigte die Schwerpunkte der Projektarbeit sowie die Finanzierung des Parks auf.

Der Naturpark versteht sich als Träger von Natur-, Kultur- und Ökologieprojekten. Für die Bevölkerung im Kanton Schaffhausen bedeutet die Zusammenarbeit mit deutschen Gemeinden konkrete Projekte vor Ort, beispielsweise Wege, Lehrangebote für Schulen und Maßnahmen zur Pflege und Wiederherstellung von Lebensräumen.

Finanzen und Mittelverwendung

Laut Müller stammen lediglich 9 Prozent der Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen. Die Schweiz trägt einen großen Teil der Förderung; rund 87 Prozent aller Mittel werden in Projekte investiert. Die Mitgliedsbeiträge betragen pro Jahr 1 Franken pro Einwohner der jeweiligen Gemeinde.

Grösse / KennzahlAngabe
Anzahl Mitglieder aktuell15 Gemeinden
Mitgliedsgemeinden, die Verlängerung beschlossen haben11 Gemeinden (inkl. Jestetten)
Anteil Mitgliedsbeiträge an Gesamteinnahmen9%
Anteil Mittel für Projekte87%
Rückfluss an Jestettenknapp 155'000 CHF (das Viereinhalbfache der Beiträge)

Beispiele für Projekte und lokale Folgen

  • Skulpturenweg und Keltenrundweg: Touristische Angebote und Kulturpflege, die auch Schaffhauser Gemeinden nutzen können.
  • Neophytenbekämpfung: Schüler der Realschule und der Schule an der Rheinschleife beteiligen sich aktiv an Maßnahmen gegen invasive Pflanzenarten.
  • Hochstammobst und Bohnerzgrube: Landschaftspflegeprojekte mit Nutzen für Biodiversität und Naherholung.

Besonders sichtbar ist die Einbindung von Schulen: Wie Gemeinderat und Schulleiter Peter Haußmann bestätigte, engagieren sich Lernende praktisch bei der Entfernung gebietsfremder Pflanzen. Das stärkt Umweltbildung und reduziert lokale Bestände invasiver Arten, was langfristig die einheimische Flora schützt.

Was das für Einwohnerinnen und Einwohner von Schaffhausen bedeutet

Die Fortsetzung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sichert laufende und geplante Projekte, die auch angrenzenden Schaffhauser Gemeinden zugutekommen. Die hohe Projektquote der Mittel zeigt, dass Spenden und Beiträge vornehmlich in konkrete Massnahmen fliessen. Gemeinden wie Jestetten erhalten nachweislich einen mehrfachen Ertrag ihrer Beiträge in Form von Projektförderungen, was Modellcharakter für weitere Kooperationen haben kann.

Infrastruktur, Bildung und Naturschutzprojekte bleiben damit wichtige Bausteine der regionalen Entwicklung – mit direktem Einfluss auf Naherholung, Artenvielfalt und die Förderung lokaler Wirtschaftszweige im Sinne eines nachhaltigen Tourismus.

Marco Bührer
Marco KI Korrespondent/-in im Kanton Schaffhausen online

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