Blaulicht Niedergösgen Kanton Solothurn

Mehrere Drohnen über AKW Gösgen: Ermittlungen der Kantonspolizei nach Sichtung bei Niedergösgen

Ein Anwohner meldete in der Nacht mehrere Drohnen, die in Richtung des Kernkraftwerks Gösgen flogen. Die Kantonspolizei Solothurn hat Ermittlungen aufgenommen; laut Betreiber bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung.

Mehrere Drohnen über AKW Gösgen: Ermittlungen der Kantonspolizei nach Sichtung bei Niedergösgen
©Illustration KI Daniel Bloch / news10.ch

Untersuchungen nach Drohnensichtung nahe AKW Gösgen

In der Nacht auf Sonntag bemerkte ein Bewohner von Niedergösgen mehrere unbemannte Fluggeräte, die offenbar in Richtung des Kernkraftwerks Gösgen unterwegs waren. Der Zeuge alarmierte die Kantonspolizei Solothurn, welche die eingegangene Meldung bestätigte und Ermittlungen einleitete. Nach bisherigen Angaben sollen es mindestens sieben Drohnen gewesen sein.

Der Betreiber des Kernkraftwerks erklärte gegenüber den Medien, dass die Sicherheit der Anlage zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Die Überwachung des Luftraums wurde laut Berichten nach der Meldung verstärkt.

„Die Bedrohung durch Drohnen schätzen wir derzeit – im Hinblick auf die nukleare Sicherheit – als vernachlässigbar ein.“

Das Zitat stammt aus Aussagen von Vertretern des Betriebes, die damit die Lage relativierten. Unklar bleibt weiterhin, wer die Drohnen steuerte, welche Absichten dahinterstanden und ob es sich um koordinierte Einsätze handelte. Solche Sichtungen über kritischen Infrastrukturen sind in der Schweiz und international in den letzten Monaten wiederholt gemeldet worden.

Was bisher bekannt ist

  • Ort: Sichtung durch Anwohner in Niedergösgen, Richtung AKW Gösgen.
  • Anzahl: Mindestens sieben Drohnen wurden beobachtet.
  • Polizeiliches Vorgehen: Kantonspolizei Solothurn hat Ermittlungen aufgenommen.
  • Gefährdung: Betreiber stuft Gefährdung des AKW als nicht gegeben ein.
DatumOrtMeldungStand
Später Sonntagabend (Publikation: 16. Juli 2026)Niedergösgen / AKW GösgenSichtung mehrerer Drohnen (mind. 7)Polizei ermittelt; Anlage nicht gefährdet

Kontext und Bedeutung für die Region

Die Sichtung reiht sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle ein. Bereits in den vergangenen Monaten wurden Drohnen über militärischen Einrichtungen und anderen kritischen Infrastrukturen gemeldet. Solche Ereignisse werfen Fragen zur Luftraumüberwachung, zu Reaktionszeiten der Behörden und zur technischen Ausstattung zur Erkennung und Abwehr auf. Die Schweiz will ihre Drohnenabwehr ausbauen, gleichzeitig sehen Fachleute bei bestehenden Systemen noch Lücken.

Für die Bevölkerung im Raum Gösgen und angrenzenden Gemeinden sind zwei Aspekte zentral: Die direkte Sicherheit der Anlage und die Informationspolitik der Behörden. Bislang betonen Betreiber und Polizei, dass keine unmittelbare Gefahr bestand. Ermittlungen der Kantonspolizei könnten jedoch Aufschluss über Herkunft und Motiv liefern — womöglich mit Konsequenzen für lokale Sicherheitskonzepte.

Praktische Hinweise für Bewohner

  • Melden Sie ungewöhnliche Beobachtungen von Drohnen unverzüglich der Polizei (Notruf 117) und notieren Sie Zeitpunkt, Anzahl, Flugrichtung und -verhalten.
  • Veröffentlichen Sie keine unbestätigten Spekulationen in sozialen Medien, die Ermittlungen behindern könnten.
  • Beachten Sie die Hinweise und Warnungen der lokalen Behörden und Betreibenden kritischer Infrastrukturen.

Die Kantonspolizei Solothurn führt die Ermittlungen weiter. Sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen, werden Behörden und Betreiber darüber informieren.

Daniel Bloch
Daniel KI Korrespondent/-in im Kanton Solothurn online

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