Kein Grund zur Panik, aber Augen auf am Ufer
Bei der anhaltenden Hitze zieht es viele Menschen an Seen und Freibäder. In Gewässern können sich jedoch Cyanobakterien bilden, umgangssprachlich als Blaualgen bekannt, die bei massenhaftem Auftreten giftige Stoffe (Cyanotoxine) freisetzen können. Das Gesundheitsamt Karlsruhe hat am 6. Juli die zuletzt überwachten Badeseen kontrolliert und keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Massenentwicklungen festgestellt.
„Derzeit liegen dem Gesundheitsamt keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Massenentwicklungen von Blaualgen (Cyanobakterien) an den überwachten Badeseen vor“
Kontakt mit belastetem Wasser kann akute Beschwerden wie Hautreizungen, Übelkeit oder Fieber auslösen. Höhere Wassertemperaturen begünstigen laut Gesundheitsamt die Bildung solcher Algenblüten. Deshalb gilt: Wer baden geht, sollte die Uferbeschilderung beachten und bei sichtbaren Auffälligkeiten Abstand halten.
Welche Seen werden überwacht?
Das Gesundheitsamt Karlsruhe überwacht mehrere Badeseen in der Region. Die Wasserproben werden allerdings nur bei ersichtlichem Verdacht auf Blaualgen untersucht, wie die Behörde mitteilt.
| Ort | See |
|---|---|
| Dettenheim-Liedolsheim | Baggersee Dettenheim-Rußheim „Pfander“ |
| Eggenstein-Leopoldshafen | Baggersee Eggenstein-Leopoldshafen „Giesen“ |
| Ettlingen-Bruchhausen | Baggersee „Buchtzig“ |
| Karlsruhe | Baggersee Grötzingen |
| Linkenheim-Hochstetten | Baggersee „Streitköpflesee“ |
| Linkenheim-Hochstetten | Baggersee Philippsburg-Huttenheim - Hardtsee „Bruhrain“ |
| Rheinstetten-Forchheim | Baggersee „Epplesee“ |
| Rheinstetten-Neuburgweier | Baggersee „Ferma See“ |
| Stutensee | (weitere überwachte Badeseen) |
Was Badegäste jetzt praktisch beachten sollten
- Informieren Sie sich vor dem Baden über aktuelle Aushänge am Ufer.
- Bei sichtbaren Algenrändern, Schaum oder verfärbtem Wasser nicht baden.
- Kontakt mit dem Wasser vermeiden, falls Hautreizungen oder Übelkeit auftreten.
- Bei Verdacht: Meldung an das zuständige Gesundheitsamt, das dann Proben nimmt.
Die Entwarnung des Gesundheitsamts für die kontrollierten Seen nimmt den Druck von der unmittelbaren Entscheidung zum Sprung ins kühle Nass. Dennoch bleibt Wachsamkeit angebracht: Sichtbare Algenblüten sind der deutlichste Hinweis auf ein mögliches Risiko. Angaben zu Preisen, Öffnungszeiten oder weiteren Kontrollen sollten Besucher direkt bei den jeweiligen Betreibern oder dem Gesundheitsamt erfragen.
Bei Hitze sind Seen eine attraktive Option zur Abkühlung. Wer die Hinweise beachtet und bei Auffälligkeiten auf Badeverbotsschilder reagiert, kann die Sommerfreude am Wasser weiterhin genießen.