Neuer Name, klarere Ausrichtung
Die bisher unter dem sperrigen Namen «Diözesanarbeitsgemeinschaft (DiAG)» bekannte Organisation für katholische Erwachsenenbildung im Bistum hat ihren Auftritt erneuert und firmiert seit der Mitgliederversammlung im April 2026 unter dem kürzeren Namen KEB Freiburg (Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung). Der neue Name ist nach Angaben des Verbands die erste sichtbare Änderung – zugleich stellt der frisch gewählte Vorstand in Freiburg auch programmatische Weichen für die kommenden drei Jahre.
Was der Vorstand plant
Im Zentrum der angekündigten Arbeit steht dem Vorsitzenden Hermann Schwörer zufolge der Wunsch, die KEB «inhaltlich sichtbarer» zu machen und nicht länger primär als reine Geldverwalterin wahrgenommen zu werden.
„Wir wollen nicht mehr nur als Verwalter von Landesmitteln wahrgenommen werden“
Konkrete Schwerpunktfelder sind laut Vorstandsbeschluss:
- Stärkung der ehrenamtlichen Bildungsarbeit in den neu gebildeten Pfarreien und bessere Vernetzung der Verantwortlichen vor Ort.
- Intensivierung der bereits begonnenen Demokratiebildung.
- Förderung digitaler Bildungskompetenzen.
- Engere Beteiligung an gesellschaftlichen und ethischen Debatten, wenn kirchliche Perspektiven gefragt sind.
Vorstand und Organisationsstruktur
Die Tagung des neu formierten Vorstands fand am 14. Juli in Freiburg statt. Der Vorstand will in den nächsten drei Jahren die Präsenz der KEB in Gemeinden und Pfarreien erhöhen und die Rahmenbedingungen für lokale Angebote verbessern.
| Name | Funktion |
|---|---|
| Hermann Schwörer | Vorsitzender |
| Matthias Berg | Stellvertretender Vorsitzender |
| Dr. Jörg Winkler | Vorstandsmitglied |
| Dr. Gabriele Niekamp | Vorstandsmitglied |
| Dr. Sebastian Friese | Geschäftsführer |
| Dr. Thomas Dietrich | Vorstandsmitglied (nicht im Bild) |
| Elisabeth Brütsch | Vorstandsmitglied (nicht im Bild) |
Auswirkungen für Gemeinden und Teilnehmende
Für Pfarreien und ehrenamtliche Bildungsverantwortliche im Kanton bedeutet die Neuorientierung vor allem Unterstützung und Vernetzung: Wer Kurse, Gesprächsforen oder Bildungsreihen organisiert, soll künftig klarere Anlaufstellen und mehr fachliche Begleitung erhalten. Das kann sich konkret auswirken in Form von:
- vermehrten Fortbildungsangeboten für Leitpersonen der Erwachsenenbildung;
- gemeinsamen Programmen über Pfarreigrenzen hinweg, die Ressourcen bündeln;
- fachlicher Begleitung bei digitalen Bildungsformaten, etwa bei Hybridveranstaltungen.
Position in öffentlichen Debatten
Die KEB signalisiert zudem, künftig aktiv an gesellschaftlichen Diskussionen teilzunehmen: Neben Demokratiebildung und digitaler Kompetenz sollen auch ethische Fragestellungen, bei denen kirchliche Perspektiven gefragt sind, offener adressiert werden. Für die Bevölkerung bedeutet dies, dass kirchliche Bildungsangebote vermehrt Themen aufgreifen könnten, die über rein religiöse Weiterbildung hinausgehen und den öffentlichen Diskurs mitprägen.
Ob und wie schnell diese angekündigten Schritte zu konkreten Angeboten führen, bleibt abzuwarten. Die Neuausrichtung und die personelle Besetzung des Vorstands sind jedoch ein klarer Startpunkt für eine aktivere Rolle der KEB Freiburg in den kommenden Jahren.