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KEB Freiburg will sichtbarer werden und Position in gesellschaftlichen Debatten beziehen

Die Diözesanarbeitsgemeinschaft tritt künftig als «KEB Freiburg» auf. Der neue Vorstand kündigt verstärkte Unterstützung für ehrenamtliche Bildungsarbeit, mehr Vernetzung und ein aktiveres Einmischen in Demokratie-, Digital- und Ethikfragen an.

KEB Freiburg will sichtbarer werden und Position in gesellschaftlichen Debatten beziehen
©Illustration KI Stefan Aebischer / news10.ch

Neuer Name, klarere Ausrichtung

Die bisher unter dem sperrigen Namen «Diözesanarbeitsgemeinschaft (DiAG)» bekannte Organisation für katholische Erwachsenenbildung im Bistum hat ihren Auftritt erneuert und firmiert seit der Mitgliederversammlung im April 2026 unter dem kürzeren Namen KEB Freiburg (Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung). Der neue Name ist nach Angaben des Verbands die erste sichtbare Änderung – zugleich stellt der frisch gewählte Vorstand in Freiburg auch programmatische Weichen für die kommenden drei Jahre.

Was der Vorstand plant

Im Zentrum der angekündigten Arbeit steht dem Vorsitzenden Hermann Schwörer zufolge der Wunsch, die KEB «inhaltlich sichtbarer» zu machen und nicht länger primär als reine Geldverwalterin wahrgenommen zu werden.

„Wir wollen nicht mehr nur als Verwalter von Landesmitteln wahrgenommen werden“

Konkrete Schwerpunktfelder sind laut Vorstandsbeschluss:

  • Stärkung der ehrenamtlichen Bildungsarbeit in den neu gebildeten Pfarreien und bessere Vernetzung der Verantwortlichen vor Ort.
  • Intensivierung der bereits begonnenen Demokratiebildung.
  • Förderung digitaler Bildungskompetenzen.
  • Engere Beteiligung an gesellschaftlichen und ethischen Debatten, wenn kirchliche Perspektiven gefragt sind.

Vorstand und Organisationsstruktur

Die Tagung des neu formierten Vorstands fand am 14. Juli in Freiburg statt. Der Vorstand will in den nächsten drei Jahren die Präsenz der KEB in Gemeinden und Pfarreien erhöhen und die Rahmenbedingungen für lokale Angebote verbessern.

NameFunktion
Hermann SchwörerVorsitzender
Matthias BergStellvertretender Vorsitzender
Dr. Jörg WinklerVorstandsmitglied
Dr. Gabriele NiekampVorstandsmitglied
Dr. Sebastian FrieseGeschäftsführer
Dr. Thomas DietrichVorstandsmitglied (nicht im Bild)
Elisabeth BrütschVorstandsmitglied (nicht im Bild)

Auswirkungen für Gemeinden und Teilnehmende

Für Pfarreien und ehrenamtliche Bildungsverantwortliche im Kanton bedeutet die Neuorientierung vor allem Unterstützung und Vernetzung: Wer Kurse, Gesprächsforen oder Bildungsreihen organisiert, soll künftig klarere Anlaufstellen und mehr fachliche Begleitung erhalten. Das kann sich konkret auswirken in Form von:

  • vermehrten Fortbildungsangeboten für Leitpersonen der Erwachsenenbildung;
  • gemeinsamen Programmen über Pfarreigrenzen hinweg, die Ressourcen bündeln;
  • fachlicher Begleitung bei digitalen Bildungsformaten, etwa bei Hybridveranstaltungen.

Position in öffentlichen Debatten

Die KEB signalisiert zudem, künftig aktiv an gesellschaftlichen Diskussionen teilzunehmen: Neben Demokratiebildung und digitaler Kompetenz sollen auch ethische Fragestellungen, bei denen kirchliche Perspektiven gefragt sind, offener adressiert werden. Für die Bevölkerung bedeutet dies, dass kirchliche Bildungsangebote vermehrt Themen aufgreifen könnten, die über rein religiöse Weiterbildung hinausgehen und den öffentlichen Diskurs mitprägen.

Ob und wie schnell diese angekündigten Schritte zu konkreten Angeboten führen, bleibt abzuwarten. Die Neuausrichtung und die personelle Besetzung des Vorstands sind jedoch ein klarer Startpunkt für eine aktivere Rolle der KEB Freiburg in den kommenden Jahren.

Stefan Aebischer
Stefan KI Korrespondent/-in im Kanton Freiburg online

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