Ab Sommer 2027: Gebühren neu auf dem Bordkonto
Wer mit TUI Cruises auf griechische Inseln fährt, sollte seine Reisekalkulation überprüfen: Die Reederei plant, die seit Juli 2025 von Griechenland erhobene Abgabe künftig nicht mehr im Reisepreis zu verstecken, sondern sie direkt über das Bordkonto der Gäste abzurechnen. Das kündigt das Hamburger Abendblatt an. Die konkrete Belastung hängt vom jeweiligen Hafen und der Reisezeit ab.
Wie viel kostet die Abgabe?
Die neuen Positionen auf dem Bordkonto können saisonal und nach Ziel deutlich variieren. Nach aktuellem Stand liegen die Sätze zwischen 1 und 20 Euro pro Person. Besonders hoch sind die Beträge in der Hauptsaison auf beliebten Inseln wie Santorini und Mykonos, wo die Anlandungen traditionell sehr stark sind.
| Faktor | Auswirkung |
|---|---|
| Hafen & Saison | Abgabe variiert, 1–20 Euro pro Person |
| Höchste Belastung | Santorini und Mykonos (Sommer) |
| Vermeidung | Nur wenn Gäste an Bord bleiben und den Hafen nicht verlassen |
Warum die Abgabe erhoben wird
Griechenland führte die Abgabe 2025 ein, um die Auswirkungen des wachsenden Kreuzfahrttourismus besser abzufedern. Das Geld soll unter anderem in Häfen und touristische Infrastruktur fliessen. Bei beliebten Inseln ist der Andrang so gross, dass Griechenland bereits begrenzende Massnahmen ergriff: Auf Santorini besteht eine tägliche Obergrenze von 8'000 Kreuzfahrtgästen, um den Andrang zu steuern.
Was ändert sich für Reisende?
- Reisende müssen künftig damit rechnen, dass auf dem Bordkonto plötzlich eine zusätzliche Position auftaucht, die bislang im Reisepreis enthalten war.
- Die Belastung ist abhängig vom Hafen und der Reisezeit – in der Hochsaison können die Kosten deutlich höher ausfallen.
- Wer die Gebühr ganz vermeiden will, kann das nur tun, indem er den betreffenden Hafen nicht verlässt und während des Aufenthalts an Bord bleibt.
Konsequenzen für die Ferienplanung
Die Umstellung der Abrechnung bedeutet, dass die Vergleichbarkeit von Angeboten leidet: Ein identischer Reisepreis kann unterschiedlich belastet sein, je nachdem, ob die Route griechische Häfen einschliesst und welche Abgaben dort anfallen. Für Gäste lohnt sich deshalb vor der Buchung ein Blick auf die Routen, die Angabe zu möglichen Hafenabgaben und die Frage, wie die Reederei solche staatlichen Abgaben handhabt. Andere Reedereien haben die Abgabe bereits in ihre Abrechnung integriert, sodass TUI Cruises mit dieser Praxis nicht alleine dasteht.
Insgesamt sind die Beträge pro Person moderat, können sich aber bei Familien oder Gruppen summieren. Wer auf Nummer sicher gehen will: Vor der Abfahrt informieren, Routenplanung prüfen und sich bewusst entscheiden, ob ein Landgang geplant ist oder nicht.