Sommerliche Hitze hält an — Dauer ist das Prägende
Die Schweiz befindet sich zu Beginn einer länger andauernden Hitzewelle. Charakteristisch ist nicht nur die hohe Temperatur, sondern vor allem die andauernde Phase mit sehr warmen Tagen bereits im Frühsommer. Modellläufe und aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass sich die Temperaturkurve in den nächsten Tagen noch weiter nach oben bewegen wird.
Regionale Unterschiede: Hitze im Mittelland, Gewitter im Süden
Für die kommenden Tage ist das Wetterbild relativ klar: von Morgen bis Abend dominiert meist die Sonne, nur lokal entwickeln sich Quellwolken mit Gewittern. Konkret wird erwartet:
- Niederschlag: kaum flächendeckend, überwiegend nur regionale Schauer oder Gewitter
- Temperaturen: tagsüber meist zwischen 31 und 35 °C, lokal sind 36 bis 37 °C möglich
- Alpen: insbesondere in den Nachmittagsstunden Bildung harmloser Quellwolken; später nimmt das Gewitterrisiko dort zu
Am Freitag und Samstag werden im Südwallis, im Tessin und in Südbünden bereits einzelne Regengüsse und Gewitter erwartet. Am Samstag verschiebt sich die Gewitteraktivität etwas westwärts ins Wallis; auch im südlichen Jura können Zellen entstehen. Im Norden und Mittelland bleibt die Sonne überwiegend bestimmend.
Gefahren und Folgen: Rekordpotenzial und Auswirkungen
Die frühe und andauernde Hitze erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Brechen von Monats- und sogar Allzeitrekorden, wie MeteoNews ausführt. Eine solche Hitzewelle bringt mehrere Folgen mit sich: erhöhte Belastungen für Körper und Infrastruktur, steigende Gletscherabschmelzraten (Nullgradgrenze bei rund 4'500 Metern) sowie mögliche Belastungen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt.
| Region | Erwartete Höchsttemperatur | Bemerkung |
|---|---|---|
| Nordwestschweiz / Mittelland | 31–35 °C | Sonnig, am heissesten |
| Südwallis, Tessin, Südbünden | lokal Gewitter, bis 35 °C | Nachmittags/Abends Gewitter |
| Regionen allgemein | lokal 36–37 °C möglich | Spitzenwerte vor allem an wärmebegünstigten Lagen |
Wie sicher verhalten? Praktische Hinweise
Bei dieser Hitze gelten die üblichen Vorsichtsmassnahmen: ausreichend trinken, direkte Sonne in der Mittagszeit meiden, Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille verwenden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Für Berggänger empfiehlt sich ein früher Start, da am Nachmittag die Gewitterneigung zunimmt.
Ab Mitte nächster Woche steigen die Unsicherheiten der Modelle, das Gewitterrisiko nimmt tendenziell zu. Während einige Rechenläufe (z. B. GFS) einen deutlichen Temperaturrückgang andeuten, zeigen andere (aktuelle ECMWF-Läufe) nur eine abgeschwächte Entwicklung. Ob und wann eine markante Abkühlung kommt, bleibt deshalb noch offen.