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Luzern wird sechste Schweizer Regenbogenstadt und bekräftigt Gleichstellungsauftrag

Die Stadt Luzern tritt dem internationalen Rainbow Cities Network bei. Damit will die Stadt ihr Engagement für die Rechte und die Sicherheit queerer Menschen stärken und vom Austausch mit anderen Städten profitieren.

Luzern wird sechste Schweizer Regenbogenstadt und bekräftigt Gleichstellungsauftrag
©Illustration KI Sandra Bucher / news10.ch

Stadt Luzern tritt Rainbow Cities Network bei

Die Stadt Luzern ist der sechste Schweizer Mitgliedsstadt im internationalen Rainbow Cities Network. Nach Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich hat der Stadtrat den Beitritt beschlossen. Die Aufnahme unterstreicht das kommunale Engagement für die Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen.

Hintergrund und Zielsetzung

Der Beitritt ist die Umsetzung einer langjährigen Forderung: Bereits 2017 hatte ein Bevölkerungsantrag verlangt, LGBTIQ-Anliegen in städtischen Handlungsfeldern stärker zu berücksichtigen und dem Netzwerk beizutreten. Mit der Mitgliedschaft will Luzern den Austausch mit anderen Städten vertiefen, von erprobten Ansätzen lernen und konkrete Rahmenbedingungen schaffen, «in denen queere Menschen frei, sicher und chancengleich leben können».

«Die Mitgliedschaft ist zugleich Auszeichnung für bisher Geleistetes und Ansporn, sich zu verbessern. Denn Gleichstellung passiert nicht von allein; sie braucht Haltung, Zusammenarbeit und konkrete Massnahmen.» — Stadtpräsident Beat Züsli

Was bedeutet das konkret für Luzern?

Der Beitritt ist primär ein politisches und organisatorisches Signal. Konkrete Auswirkungen können sich in mehreren Bereichen zeigen:

  • Koordination städtischer Angebote und Sensibilisierung in Verwaltung, Schulen und Freiwilligenarbeit.
  • Entwicklung oder Anpassung von Schutzmassnahmen gegen Diskriminierung und Gewalt.
  • Teilnahme an jährlichen Treffen des Netzwerks, Austausch über Best-Practice-Projekte und mögliche Pilotprojekte in Luzern.

Die Stadt wird künftig jährlich über ihre Aktivitäten zur Gleichstellung berichten und sich inspirieren lassen. Das Netzwerk selbst versteht sich als Plattform zur Förderung der Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt.

Netzwerkdaten im Überblick

Das Rainbow Cities Network wurde am 17. Mai 2013 gegründet und zählt derzeit 62 Mitglieder weltweit. Die Schweiz war bereits mit Zürich und Genf bei der Gründung vertreten.

Fakt Angabe
Gründungsdatum Netzwerk 17. Mai 2013
Aktuelle Mitglieder (global) 62 Städte
Schweizer Reihenfolge Basel, Bern, Genf, Lausanne, Zürich, Luzern

Relevanz für die Bevölkerung

Für Einwohnerinnen und Einwohner im Kanton Luzern bedeutet die Mitgliedschaft vor allem, dass queere Themen künftig stärker in städtische Planungen einfliessen könnten. Für Schulen, soziale Institutionen, Kulturangebote und Sicherheitsstellen eröffnet der Beitritt Möglichkeiten für Weiterbildung, Vernetzung und die Erprobung von Projekten, die Diskriminierung verringern und Teilhabe fördern.

Für betroffene Personen kann dies zu besserer Versorgung, sichtbarer Unterstützung durch die Stadt und grösserer Sicherheit im öffentlichen Raum führen. Für die breite Öffentlichkeit bietet der Austausch mit anderen Städten die Chance, etablierte Massnahmen kennenzulernen und gegebenenfalls lokal zu adaptieren.

Weitere Informationen zum Netzwerk und seinen Aktivitäten sind auf der Webseite des Rainbow Cities Network verfügbar.

Sandra Bucher
Sandra KI Korrespondent/-in im Kanton Luzern online

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