Nachwanderung aus Näfels erreicht Einsiedeln nach rund zehn Stunden
Eine kleine Gruppe von neun Pilgerinnen und Pilgern aus Glarus ist am Morgen wohlbehalten in Einsiedeln angekommen. Die fünf Frauen und vier Männer hatten sich um Mitternacht in Näfels auf den Weg gemacht und wurden von Peter Hauser begleitet, der die Route eigenen Angaben zufolge seit mehr als 20 Jahren kennt.
Der Start erfolgte bei leichtem Regen, der der Stimmung jedoch keinen starken Abbruch tat. Das Wetter besserte sich im Verlauf der Nacht, sodass der Weg in angenehmen Temperaturen durch die Dunkelheit und den frühen Morgen führte. Die Ankunft in Einsiedeln fand nach rund zehn Stunden und der Passage mehrerer Zwischenstationen statt.
Route und Etappenziele
- Abmarsch: Näfels (Mitternacht)
- Erster Halt: Twing im Schwändital – Verpflegung durch eine anwohnende Familie
- Weiterer Weg: über Scheidegg zur Schwarzenegg
- Grössere Pause: Frühstück auf der Wildegg
- Ankunft: via Wilerzell in Einsiedeln – Teilnahme am Pilgergottesdienst um 11.00 Uhr
Die Pause in Twing wurde durch Kuchen, Brötli und Getränke einer ortsansässigen Familie ermöglicht; die grössere Unterbrechung fand beim Frühstück auf der Wildegg, das den Teilnehmenden neue Energie und eine heitere Stimmung brachte.
Bedeutung für Einsiedeln und die Region
Solche Nachtwanderungen sind lokal von Bedeutung: Sie verbinden Gemeinden der Zentralschweiz und fördern den Austausch zwischen Pilgerinnen und Pilgern sowie Gastgebern entlang der Route. Für Einsiedeln bedeutet die Ankunft einer solchen Gruppe nicht nur eine zusätzliche Präsenz bei kirchlichen Anlässen, sondern auch ein Zeichen der regionalen Verbundenheit. Die Teilnehmenden schlossen ihren Weg mit dem gemeinsamen Besuch des Pilgergottesdienstes ab, was den religiösen Charakter der Aktion unterstreicht.
Für die Bevölkerung vor Ort sind zwei Aspekte relevant: Einerseits zeigt die Aktion, wie lokale Unterstützung – wie die Bewirtung in Twing – zum Gelingen solcher Wanderungen beiträgt. Andererseits erinnert die Nacht- und Morgenaktivität daran, dass auf frequentierrten Pilgerwegen in bestimmten Zeiten mit Fussverkehr in den frühen Morgenstunden zu rechnen ist.
Organisation und Gemeinschaft
Die Gruppe beschrieb die Wallfahrt als eindrücklich: Begegnungen untereinander, gute Gespräche und ein starkes Gemeinschaftsgefühl prägten den Weg. Dass ein erfahrener Wegleiter die Tour seit Jahren kennt, gibt Sicherheit, besonders bei nächtlichen Etappen und wechselhaftem Wetter.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende | 9 (5 Frauen, 4 Männer) |
| Leitung | Peter Hauser |
| Dauer | rund 10 Stunden |
| Gottesdienst | 11.00 Uhr in Einsiedeln |
Die beschriebene Tour ist kein Ersatz für offiziell ausgeschilderte Pilgerwege; wer ähnliche Erfahrungen sucht, sollte auf gut markierte Routen achten, passende Ausrüstung bei Nachtwanderungen wählen und Rücksicht auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie auf landwirtschaftliche Flächen nehmen.
Insgesamt vermittelt die Rückkehr der Gruppe ein Bild von gelebter Nachbarschaftshilfe und regionaler Vernetzung zwischen Glarus und Einsiedeln, sichtbar gemacht durch die gemeinsamen Etappen und den Abschluss im Pilgergottesdienst.