Spannung bis zum Schluss im Festzentrum von Chur
Der Königsfinal des Eidgenössischen Schützenfestes in Chur bot am Sonntag ein hochdramatisches Duell auf die 25-m-Distanz. Im Ausstich der besten 30 Pistolenschützen hatte sich der Aargauer Titelverteidiger Christian Klauenbösch stark präsentiert und mit 288 Punkten das zweithöchste Qualifikationsresultat erzielt. Den Spitzenwert markierte der Baselbieter Internationale Adrian Schaub mit 289 Zählern.
Im anschliessenden Final der besten acht Schützen zählten nur noch Volltreffer. Klauenbösch startete furios und traf in den ersten 15 Schüssen 12 Mal, womit er zunächst eine Führung innehatte. Schaub behielt jedoch die Nerven und arbeitete sich zurück ins Rennen. Der Luzerner Alex Huber zeigte ebenfalls einen Zwischenspurt, musste sich am Ende aber mit dem Bronzerang begnügen.
- Sieger: Adrian Schaub (Baselbiet), Bestresultat in der Qualifikation 289
- Rang 2: Christian Klauenbösch (Bottenwil), Qualifikation 288, Final 27 Treffer
- Rang 3: Alex Huber (Luzern), Final Bronze
Der Endkampf blieb bis zum letzten Versuch offen. Nach 45 Schüssen lag Klauenbösch mit einem Treffer Vorsprung vor Schaub; in der Schlusssequenz liess Schaub jedoch nichts mehr anbrennen und entschied den Final mit 30:27 Treffern zugunsten des Baselbieters. Huber belegte mit 24:25 Treffern gegenüber Klauenbösch den dritten Rang.
Konsequenzen für die lokale Szene
Für die Besucherinnen und Besucher des Festzentrums in Chur bedeutete der Königsfinal nicht nur sportliche Höchstspannung, sondern auch einen Anlass mit überregionaler Bedeutung: Das persönliche Duell um den Schützenkönigstitel zog zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an und setzte einen programmatischen Höhepunkt des Festes. Für die Schützengesellschaften in Graubünden ist die Austragung solcher Finalrunden eine Gelegenheit, Aufmerksamkeit für den Schiesssport zu generieren und neue Interessierte anzusprechen.
Für Klauenbösch ist das Resultat keine Niederlage ohne positive Aspekte: Trotz beruflicher Belastung und gesundheitlicher Vorbelastungen – im Vorfeld waren Rückenprobleme und eine verstärkte berufliche Fokussierung als Informatiker erwähnt worden – zeigte er im Final eine kämpferische Leistung und blieb bis nahe ans Podest. Für Schaub bedeutet der Gewinn eine eindrückliche Bestätigung auf nationaler Ebene.
| Platz | Schütze | Wert / Finale |
|---|---|---|
| 1 | Adrian Schaub (Baselbiet) | 289 (Qualifikation), Final 30 |
| 2 | Christian Klauenbösch (Bottenwil) | 288 (Qualifikation), Final 27 |
| 3 | Alex Huber (Luzern) | Final 24:25 (Zwischenergebnis zum Vergleich mit Klauenbösch) |
Das Eidgenössische Schützenfest in Chur bringt in den nächsten Tagen weitere Wettkämpfe und Entscheidungen. Lokal bedeutet dies eine erhöhte Frequenz an Besucherinnen und Besuchern im Stadtzentrum sowie Aufmerksamkeit für die Sicherheits- und Verkehrslogistik rund um die Schiessstände. Für Schützinnen und Schützen aus der Region ist das Festival zugleich eine Plattform, um sich mit Spitzenkräften aus dem In- und Ausland zu messen.
Die Resultate aus dem Königsfinal zeigen, wie eng Spitzensport sein kann: Häufig entscheidet am Ende nur ein Treffer über Titel und Ehre – ein Umstand, der das Publikum in Chur eindrücklich miterleben konnte.