Schlechter Auftakt entscheidet erstes Finalspiel
Der SC Kreuzlingen hat das erste Spiel des Playoff-Finals gegen den SC Horgen mit 12:15 verloren und liegt damit in der Best-of-5-Serie mit 0:1 zurück. Entscheidend war ein missglückter Beginn sowie eine Schwächeperiode nach der Halbzeit, die den Rückstand herbeiführte.
Wie das Spiel kippte
Schon in der Startphase geriet Kreuzlingen in Rückstand; nach dem ersten Viertel stand es 1:4, zudem blieb der SCK bis zur achten Spielminute ohne Treffer. Nach einer Aufholjagd konnten die Thurgauer kurz vor der Halbzeit auf 4:6 verkürzen. Direkt nach dem Seitenwechsel nutzte Horgen allerdings die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit konsequent: Vier Treffer in Folge brachten den Gegner auf 10:4 weg, was das Spiel in Richtung der Zürcher kippte.
Torhüter und Ideenlosigkeit vor dem gegnerischen Tor
Ein Grund für die Niederlage war die mangelnde Handlungssicherheit vor dem gegnerischen Tor: Obwohl Kreuzlingen nicht deutlich weniger Abschlüsse hatte, fehlten den Offensivspielern die entschiedenen Ideen, um die hervorragende Horgner Defensive zu überwinden. Zudem war auf Seiten von Horgen mit dem Schweizer Nationalgoalie Pietro Gazzini ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten, der häufig den entscheidenden Unterschied machte.
- Ergebnis: SC Horgen – SC Kreuzlingen 15:12
- Stand der Serie: 0:1 für Horgen
- Nächstes Spiel: Erster Heimauftritt für Kreuzlingen am Dienstag, 20.30 Uhr im Hörnli
| Spielphase | Zwischenstand |
|---|---|
| Nach 1. Viertel | 1:4 |
| Kurz vor der Pause | 4:6 |
| Nach Beginn 2. Halbzeit (Horgens Lauf) | 4:10 |
| Endstand | 12:15 |
Auswirkungen für Kreuzlingen
Die Niederlage bedeutet für den Titelverteidiger vor allem zusätzlichen Druck im ersten Heimspiel. Nach zwei Jahren ohne Playoff-Niederlage muss der SCK nun eine Antwort finden, um das Momentum zurückzuholen. Taktische Anpassungen und eine klarere Ideenverwertung vor dem Tor werden entscheidend sein. Die Zuschauer im Hörnli dürfen ein intensives Spiel erwarten, in dem insbesondere die offensiven Schlüsselspieler deutlich handlungssicherer auftreten müssen.
Trainerreaktionen am Beckenrand zeigten die Unzufriedenheit mit der Darbietung; sichtbare Gesten des Unmuts unterstrichen die Dringlichkeit, die Saisonentscheidung noch zu ihren Gunsten zu drehen. Für das Publikum im Kanton bleibt das Heimspiel am Dienstag die erste Gelegenheit zur unmittelbaren Reaktion auf das erste Finalspiel.