SH POWER fokussiert Ausbau der Wärmeversorgung
Seit rund einem Jahr steht Meinrad Engeler an der Spitze der Städtischen Werke SH POWER. In einem Gespräch legte er dar, welche Prioritäten das Energie- und Wasserversorgungsunternehmen für Stadt und Kanton setzt: Versorgungssicherheit, der Ausbau der Wärmeverbünde, Digitalisierung der Prozesse sowie die Umsetzung politisch beschlossener Ziele wie der Gasausstieg bis 2040.
„Ich möchte, dass unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Mitarbeitenden stolz auf ihre Städtischen Werke ‹SH POWER› sind. Heute und morgen“,
Engeler betont, dass Versorgungssicherheit für ein städtisches Unternehmen oberste Priorität habe. Änderungen und Neuerungen seien nötig, um die Versorgung langfristig zu stabilisieren, gleichzeitig solle Bestehendes weitergeführt werden, wenn es sich bewährt. Sichtbare Effekte zeigten sich nicht immer sofort, äussere Anerkennung erhalte das Unternehmen aber durch positive Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden.
Wärmetransformation auf drei Ebenen
Als eines der ersten grösseren Themen seiner Amtszeit hat Engeler die Wärmetransformation angepackt. Diese Arbeit gliedert sich nach seinen Angaben in drei Bereiche: die Revision des Versorgungsauftrags Wärme und Kälte, die Vorbereitung und Umsetzung des Rahmenkredits «Wärme 2025+» sowie die politische Auseinandersetzung um den Gasausstieg.
- Revision des Versorgungsauftrags Wärme und Kälte: Die Revision sei nicht erfolgreich gewesen; der bestehende Auftrag von 2020 bleibt daher weiterhin Grundlage für das Vorgehen.
- Rahmenkredit Wärme 2025+: Die Zustimmung der Stimmbevölkerung zu diesem Rahmenkredit wertet SH POWER als Vertrauensbeweis und Basis für den Ausbau von Wärmeverbünden.
- Gasausstieg: Der vom Stadtrat beschlossene Austritt aus der Gasversorgung bis 2040 befindet sich derzeit in der parlamentarischen Prüfung durch eine Spezialkommission.
Baustellen, Infrastruktur und Digitalisierung
Der Unterhalt und der Ausbau bestehender Infrastrukturen sowie der Ausbau der Wärmeverbünde bleiben zentrale Aufgaben. Engeler weist darauf hin, dass solche Arbeiten unweigerlich zu Baustellen in der Stadt führen, deren Koordination und langfristige Planung nun weiter verbessert werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Digitalisierung — sowohl zum effizienteren Betrieb der Netze als auch zur Verbesserung von Kundendienst und Logistik.
| Aspekt | Status / Bemerkung |
|---|---|
| Leitung | Meinrad Engeler, seit einem Jahr CEO |
| Versorgungsauftrag Wärme und Kälte | Revision gescheitert; Auftrag von 2020 bleibt gültig |
| Rahmenkredit Wärme 2025+ | Von der Stimmbevölkerung genehmigt |
| Gasausstieg | Stadtratsbeschluss: Ziel 2040; Prüfung durch Spezialkommission |
Was bedeutet das für Einwohnerinnen und Einwohner?
Für Hausbesitzer, Bauunternehmen und die öffentliche Planung in Schaffhausen bedeutet dies konkret:
- Erhöhte Bautätigkeit und Verkehrsbeeinträchtigungen durch Ausbauarbeiten der Wärmeinfrastruktur — langfristig Ziel: bessere, klimafreundlichere Wärmeversorgung.
- Investitionen gestützt durch den genehmigten Rahmenkredit ermöglichen den Ausbau von Wärmeverbünden; dies kann Anschlusslösungen und Förderangebote für Liegenschaften zur Folge haben.
- Der geplante Gasausstieg bis 2040 erfordert schrittweise Umstellungen in Gebäuden und bei Energiebezugsstrukturen; politische Entscheidungen dazu laufen weiterhin.
Die Städtischen Werke haben damit die Vorgaben von Politik und Bevölkerung aufgenommen und bereiten sowohl technische wie auch organisatorische Schritte vor. Für die kommenden Jahre ist mit weiteren Projektarbeiten in der Stadt zu rechnen, die die tägliche Mobilität und geplante Baumaßnahmen betreffen können.