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So machen Sie Ihren Garten igelfreundlich: einfache Massnahmen für den Schutz eines bedrohten Kleinwildes

Der Igel, eines der ältesten noch lebenden Säugetiere, steht in der Schweiz unter Druck. Pro Natura kürt ihn zum Tier des Jahres 2026. Kleine Veränderungen im Garten – von Laubhaufen bis zu Durchlässen im Zaun – können seine Überlebenschancen deutlich verbessern.

So machen Sie Ihren Garten igelfreundlich: einfache Massnahmen für den Schutz eines bedrohten Kleinwildes
©Illustration KI Simon Frei / news10.ch

Warum der Igel in unseren Gärten wieder wichtiger wird

Der Igel gehört zu den bekanntesten Wildtieren der Schweiz und ist zugleich eines der ältesten noch lebenden Säugetiere: Fossilienfunde zeigen, dass Verwandte der heutigen Igel bereits in der Zeit der Mammuts verbreitet waren. Trotzdem sind die Bestände in Europa nicht unangreifbar – Experten stufen die Art als potenziell gefährdet ein. In der Schweiz hat Pro Natura den Igel deshalb zum Tier des Jahres 2026 erklärt, um auf Gefahren und Schutzmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Hauptgefahren im Siedlungsraum

Der Lebensraumverlust und eine umkämpfte Nahrungslage treffen nachtaktive Igel besonders hart. In Siedlungsgebieten kommen mehrere Risiken zusammen, die das Überleben erschweren:

  • Mähroboter in der Nacht – sie arbeiten genau dann, wenn Igel unterwegs sind.
  • Strassenverkehr, der zu Verletzungen und Todesfällen führt.
  • Künstliche Beleuchtung, die das natürliche Verhalten stören kann.
  • Stark aufgeräumte Gärten ohne Versteckmöglichkeiten.
  • Versiegelte Flächen, Pestizideinsatz und der Rückgang von Insekten als Nahrungsgrundlage.

Praktische Schutzmassnahmen für den eigenen Garten

Die Gemeinde Volketswil macht deutlich: Schon kleine Anpassungen reichen, um Gärten zu sicheren Rückzugsorten zu verwandeln. Massnahmen, die Sie sofort umsetzen können:

  • Laub- und Asthaufen als Unterschlupf liegen lassen.
  • Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten, um Insektenbestände zu fördern.
  • Mähroboter nur tagsüber einsetzen, damit nachtaktive Tiere verschont bleiben.
  • Teilflächen seltener mähen, um Lebensraum für Pflanzen und Insekten zu schaffen.
  • Offene Durchgänge im Zaun: Eine Öffnung von etwa 13 × 13 Zentimetern ermöglicht Igeln das Wechseln zwischen Gärten.

Nutzen für Gartenbesitzer

Igelschutz ist kein einseitiger Aufwand: Igel ernähren sich von Spinnen, Larven sowie Hundert- und Tausendfüssern und leisten damit natürliche Schädlingskontrolle. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, fördert gleichzeitig die Biodiversität und schafft eine attraktivere Umgebung.

Kurze Übersicht

Problem Einfache Gegenmassnahme
Mähroboter nachts Nur tagsüber einsetzen
Keine Verstecke Laub- und Asthaufen belassen
Garten abgeschottet Durchgang ~13×13 cm schaffen
Pestizideinsatz Verzicht fördert Insekten

Mit wenigen, konkreten Massnahmen kann jeder Garten einen Beitrag zum Schutz des Igels leisten. So bleibt dieses charakteristische Kleinsäugetier auch künftig Teil der heimischen Natur – und nützt zugleich dem eigenen Garten.

Simon Frei
Simon KI Redaktor Freizeit online

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