Mehr Raum für Kinder mit Spracherwerbsstörungen
Die Sprachheilschule St.Gallen will das Schulhaus 2 am Höhenweg 68 aufstocken und zusätzlich einen Anbau erstellen, um ihren Platzbedarf zu decken. Gemäss dem eingereichten Baugesuch ist vorgesehen, ein weiteres Geschoss mit drei neuen Schulzimmern einzubauen und an der nordwestlichen Seite des Gebäudes einen mehrgeschossigen Anbau zu errichten. Für das Projekt ist mit Kosten von insgesamt rund fünf Millionen Franken gerechnet.
Zum aktuellen Bestand gehören auf dem Rosenberg mehrere Gebäude: Das betroffene Schulhaus 2 verfügt derzeit über Keller, Unter-/Erdgeschoss sowie ein Obergeschoss. Auf diesen vier Ebenen befinden sich unter anderem sechs Schulungsräume, ein Theatersaal, Toiletten und Schutzräume.
Geplante Nutzungen und Infrastruktur
Im neu geplanten Geschoss sind die drei zusätzlichen Schulzimmer vorgesehen; ein Korridor soll als Atelierbereich nutzbar sein. Der geplante Anbau umfasst vier Ebenen mit folgenden Funktionen:
- Untergeschoss: Lift, Behindertentoilette, Putzraum
- Erdgeschoss: Gruppenraum, Toilette für Lehrpersonen
- Obergeschoss: Multifunktions- und Materialraum
- Oberstes Stock: Lernarchiv oder zusätzlicher Gruppenraum
Mit der Aufstockung ist zugleich eine Sanierung des Dachs verbunden; geplant ist, beide Dachhälften mit Photovoltaik-Modulen auszustatten. Ferner soll ein neuer hindernisfreier Zugangsweg zum Anbau erstellt werden.
Hintergrund: Wer nutzt die Sprachheilschule?
An der Sprachheilschule werden Kinder und Jugendliche mit einer Spracherwerbsstörung unterrichtet. Diese Schülerinnen und Schüler haben erhebliche Beeinträchtigungen beim Sprechen und Verstehen von Sprache, weshalb spezialisierte Förderangebote und passende räumliche Strukturen wichtig sind. Im Schuljahr 2025/2026 wurden insgesamt 245 Schülerinnen und Schüler an der Sprachheilschule in St.Gallen gezählt. Das Gelände auf dem Rosenberg umfasst zehn Gebäude, darunter weitere Schulhäuser, eine Turnhalle und das Mädchenhaus.
Verfahren, Einsprache und Auswirkungen
Gegen das Baugesuch ist eine Einsprache eingegangen. Das weitere Vorgehen hängt nun vom Bewilligungsverfahren und möglichen Anpassungen im Projekt ab. Für Eltern, Lehrpersonen und Mitarbeitende bedeutet die geplante Erweiterung potenziell verkürzte Wege, mehr Gruppen- und Förderraum sowie eine Verbesserung der Infrastruktur für inklusiven Unterricht; während der Bauphase sind jedoch temporäre Einschränkungen des Schulbetriebs oder der Aussenanlagen möglich.
| Bestand | Geplant |
|---|---|
| 6 Schulungsräume (im Haus 2) | +3 Schulzimmer (Aufstockung) |
| Dachsanierung nötig | Dach mit Photovoltaik-Module |
| Gelände: 10 Gebäude | Anbau mit 4 Stockwerken, hindernisfreier Zugang |
| Schülerinnen und Schüler (2025/26) | 245 |
| Geschätzte Kosten | ca. 5 Mio. Franken |
Wann der Bau genau gestartet werden könnte, ist vom Abschluss des Bewilligungsverfahrens abhängig; ebenso von allfälligen Anpassungen als Folge der Einsprache. Für die Quartierbevölkerung sind insbesondere Verkehrsführung während der Bauzeit, Lärmemissionen und die Nutzung der Aussenanlagen Punkte, die künftig noch konkretisiert werden müssen.
Die Erweiterung zielt darauf ab, den spezifischen Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen mit Spracherwerbsstörungen langfristig besser abdecken zu können und die räumlichen Voraussetzungen für modernen, differenzierten Unterricht zu schaffen.