PHSG verabschiedet 133 neue Lehrpersonen
In einer gemeinsamen Diplomfeier in Rorschach hat die Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG) 133 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge für Sekundarstufe I und II – Berufsbildung verabschiedet. Die Feier fand im Hochschulgebäude Mariaberg statt und zeigte, wie vielschichtig die Aufgaben moderner Lehrpersonen sind: Neben fachlicher Vermittlung gehören Beratung, Konfliktlösung und Beziehungsarbeit zum Berufsalltag.
Die Studiengangsleiter betonten, dass gute Lehrpersonen mehr leisten als reine Wissensvermittlung. In seiner Ansprache hob Prof. Dr. Max Koch hervor, dass Lehrkräfte wahrnehmen, zuhören und Lernenden Mut machen müssten. Die Bedeutung persönlicher Beziehungen im Unterricht wurde als zentrales Element für erfolgreichen Unterricht bezeichnet.
«Gute Lehrpersonen vermitteln mehr als Fachwissen: Sie nehmen wahr, hören zu und machen Lernenden Mut.»
Die Absolventinnen und Absolventen werden künftig an Sekundarstufe I, Maturitätsschulen sowie an Berufsfachschulen unterrichten. Damit liefert die PHSG für die Schullandschaft im Kanton St. Gallen neue Lehrkräfte, die zur Entlastung bestehender Personallagen beitragen und den Unterricht in verschiedenen Schulstufen unterstützen können.
Konkrete Zahlen
| Abschlussart | Anzahl |
|---|---|
| Gesamtzahl Diplomierte | 133 |
| Bachelor-Master Sekundarstufe I | 17 |
| Berufsintegriertes Masterstudium | 1 |
| Einzelfachabschluss Sekundarstufe I | 7 |
| Master Sek I Stufenerweiterung | 4 |
| Master Sek I (auf Basis Fachbachelor) | 5 |
| Master Sek I und Maturitätsschulen (auf Basis Fachmaster) | 2 |
| Zertifikate für ABU/BKU/Sport (Seku) | 97 |
Auswirkungen für Schulen im Kanton
Die neuen Abschlüsse wirken sich unmittelbar auf die Personalplanung der Gemeinden und Schulträger aus. Mögliche Effekte:
- Entlastung bestehender Klassen bei vakanten Stellen und Unterrichtsbedarf.
- Verstärkung des Angebots an fachlich spezialisierten Lehrpersonen, insbesondere in Berufs- und Maturitätsfächern.
- Unterstützung für Schulen in Regionen mit Lehrpersonenmangel.
Die PHSG-Ausbildungsmodelle, so die Verantwortlichen, legen neben Didaktik auch Wert auf Beziehungsarbeit und Beratungskompetenzen. Diese Kompetenzen sind besonders wichtig angesichts sozialer Herausforderungen in einigen Schulklassen und der Notwendigkeit, Lernende individuell zu fördern.
Für Schulbehörden und Schulleitungen beginnt nun die Aufgabe, die neuen Kräfte zielgerichtet einzusetzen: bei der Besetzung von offenen Stellen, bei der Unterstützung von Quereinsteigern und beim planvollen Personaleinsatz in den kommenden Schuljahren.