Baueingabe eingereicht: Rückbau und Revitalisierung
Die EBS Energie AG und der Bezirk Schwyz haben die Baueingabe für den vollständigen Rückbau des stillgelegten Kraftwerks Brunnen und die ökologische Aufwertung eines Muota-Abschnitts eingereicht. Laut Mitteilung sind die Bauarbeiten für den Sommer 2027 vorgesehen. Das Projekt ist Teil der ökologischen Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen, die in Zusammenhang mit der neuen Muotakonzession stehen und von den Stimmberechtigten des Bezirks im Mai des Vorjahres mit über 95 Prozent Zustimmung gutgeheissen wurden.
Was geplant ist
Im Kern sieht das Vorhaben zwei miteinander verknüpfte Massnahmen vor:
- den vollständigen Rückbau des einstigen Kraftwerks Brunnen im Langensteg aus wirtschaftlichen Gründen,
- und die Revitalisierung der Muota zwischen der Seewernmündung und der Wylerbrücke, inklusive ökologischer Aufwertung des Flussbetts.
Gemäss Mitteilung wird das Flussbett von rund 30 auf 60 Meter verbreitert. Zusätzlich sollen Mündungsbereiche aufgeweitet und neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden.
Hochwasserschutz und Naherholung
Die geplante Verbreiterung des Flussbetts dient nicht nur der ökologischen Aufwertung: Sie soll auch zur Verbesserung des Hochwasserschutzes entlang von Muota und Seeweren beitragen. Zudem sind ein neuer Dammweg und ein Aufenthaltsbereich als Naherholungsgebiet vorgesehen, was direkte Folgen für die Erholungsnutzung in der Region hat.
Finanzierung und historische Einordnung
Die Gesamtkosten des Projekts beziffert das Communiqué mit rund 14,2 Millionen Franken. Als Geldgeber sind die EBS Energie AG, der Bund, der Kanton Schwyz, der Bezirk Schwyz und weitere Partner genannt. Die EBS nutzt seit 1950 das Wasser der Muota zur Stromproduktion; das Kraftwerk Brunnen ist inzwischen stillgelegt.
Folgen für die Bevölkerung
Das Vorhaben beeinflusst lokale Aspekte in mehreren Bereichen: Ökologie (Lebensraumqualität für Flora und Fauna), Sicherheit (Hochwasserschutz), Naherholung (neue Wege und Aufenthaltszonen) sowie Kulturlandschaft (Wegfall einer technischen Anlage mit historischer Nutzung). Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner werden während der Bauphase mit lokalen Bautätigkeiten, temporären Verkehrseinschränkungen und Baulogistik konfrontiert sein. Die genaue Planung der Bauabläufe, Zugangswege und allfälliger Verkehrsumleitungen wird in den kommenden Verfahrensschritten zu kommunizieren sein.
| Schlüsselpunkt | Angabe |
|---|---|
| Geplanter Baubeginn | Sommer 2027 |
| Flussbettbreite (vor/nach) | ca. 30 m / ca. 60 m |
| Projektkosten | rund 14,2 Mio. Franken |
| Finanzierung | EBS, Bund, Kanton SZ, Bezirk SZ, weitere Partner |
Die Vorlage basiert auf der bereits politisch gutgeheissenen Muotakonzession und ist Teil der umfangreicheren ökologischen Ausgleichsmassnahmen. Für Anwohnerinnen und Gemeinden sind in der Folge die Projektunterlagen, Bewilligungsauflagen und der konkrete Zeitplan relevant; diese Informationen werden in den kommenden Monaten in den offiziellen Verfahrensdokumenten präzisiert.