Der Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten (KMSK) bringt am Sonntag, 22. November 2026, ein neues Veranstaltungsformat nach Rapperswil: Der erste Theater-Dialog verbindet szenisches Erzählen mit fachlicher Einordnung und will den oft unsichtbaren Alltag von Familien auf die Bühne holen.
Zwischen Szene und Fachgespräch
Die Theatergruppe act-back zeigt in mehreren kurz gehaltenen Alltags-Szenen, mit welchen Situationen pflegende Eltern konfrontiert sind: von einer Mutter, die eine Einladung absagen muss, über die Rückfragen des Arbeitgebers bis zu Momenten, in denen Paare trotz Therapieplänen Nähe finden. Begleitet wird der Abend von Dr. med. Corina Wilhelm, Kinderärztin und Präsidentin der Vereinigung der Zürcher Kinder- und Jungendärzt:innen (vkjz). Sie führt zwischen den Szenen durch das Geschehen und erläutert, was sich hinter den gezeigten Alltagssituationen verbirgt.
«Im Wechselspiel zwischen Theater und Gespräch entsteht ein Raum für Reflexion, Austausch und neue Perspektiven», sagt Manuela Stier, Gründerin und Geschäftsführerin des KMSK.
Das Konzept setzt auf Dialog: Das Publikum erhält nicht nur Einblick in die Herausforderungen betroffener Familien, sondern wird auch in die Suche nach verständnisvollen Wegen im Umgang mit seltenen Krankheiten einbezogen — sei es in Partnerschaft, Umfeld oder Öffentlichkeit.
Praktische Angaben zur Veranstaltung
| Veranstaltung | Detail |
|---|---|
| Datum | 22. November 2026 |
| Zeit | 16:00–18:00 Uhr (Türöffnung 15:45) |
| Ort | ALTEFABRIK, Klaus-Gebert-Strasse 5, Rapperswil SG |
| Organisator | Förderverein KMSK |
Die Platzzahl ist beschränkt; die Anmeldung ist bereits möglich. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular stellt der Verein online bereit:
- www.kmsk.ch
- www.forumtheater-act-back.ch
Der KMSK hat seinen Sitz in Uster und unterstützt schweizweit Kinder und Jugendliche mit seltenen Krankheiten sowie deren Familien. Zu den Angeboten des Vereins gehören finanzielle Direkthilfe und weitere Unterstützungsleistungen für betroffene Familien.
Der Theater-Dialog versteht sich als öffentliches Format: Er will nicht nur Betroffene erreichen, sondern auch Öffentlichkeit schaffen und Fachwissen unmittelbar erfahrbar machen. Für Interessierte, die sich für die Lebenswirklichkeit pflegender Eltern interessieren oder in Beratung, Medizin oder Sozialarbeit tätig sind, bietet der Abend eine Kombination aus empathischer Darstellung und fachlicher Einordnung.
Weil die Plätze limitiert sind, empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. Informationen und Anmeldung finden sich auf den genannten Webseiten.