Fahrzeug kollidiert mehrfach mit Tunnelwand – Gibelintunnel stundenlang gesperrt
In den frühen Morgenstunden des Sonntags kam es in Solothurn zu einem Verkehrsunfall nach einer Flucht vor einer Polizeikontrolle. Ein 20-jähriger Automobilist entzog sich gegen 07.45 Uhr einer Kontrolle auf der Bielstrasse und versuchte, über den Jumbo-Kreisel und die Gibelinstrasse in den Gibelintunnel zu entkommen. Dort verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug; das Auto prallte mehrfach gegen die Tunnelwand und blieb schliesslich mitten im Tunnel stehen.
Die Einsatzkräfte konnten den jungen Lenker anhalten und ihm anschliessend eine medizinische Erstversorgung zukommen lassen. Er wurde zur weiteren Abklärung in ein Spital gebracht. Das Unfallfahrzeug erlitt einen Totalschaden und musste abgeschleppt werden.
Aufgrund von Bergungsarbeiten und einer umfangreichen Reinigung der Fahrbahn war der Gibelintunnel rund fünfeinhalb Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde während dieser Zeit umgeleitet, wodurch es zu Behinderungen auf den Ausweichstrecken kam. Im Einsatz standen unter anderem die Kantonspolizei Solothurn, der Rettungsdienst, ein Abschleppunternehmen sowie das Amt für Verkehr und Tiefbau.
Ermittlungen laufen – mögliche Vorfälle vor der Verfolgung
Die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn haben Ermittlungen zum Hergang aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte der Lenker bereits zuvor gegen Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes verstossen haben; nähere Details dazu werden geprüft. Die Behörden bitten Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Vorfall machen können, sich zu melden.
- Tatzeit: kurz vor 07.45 Uhr
- Dauer Sperrung Gibelintunnel: rund 5,5 Stunden
- Betroffene Stellen: Kantonspolizei Solothurn, Rettungsdienst, Abschleppdienst, Amt für Verkehr und Tiefbau
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Vor 07.45 Uhr | Polizeikontrolle auf Bielstrasse |
| ca. 07.45 Uhr | Flucht über Jumbo-Kreisel, Einfahrt in Gibelintunnel |
| Unmittelbar danach | Unfall mit mehreren Aufprallen, Fahrzeug bleibt im Tunnel stehen |
| Folgestunden | Bergung, Reinigung, Sperrung (≈5,5 Stunden) |
Die Polizei hat eine Telefonnummer für Hinweise genannt: 032 627 81 17. Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben oder Angaben zum Verhalten des Fahrzeugs vor der Flucht machen können, werden gebeten, sich zu melden. Solche Hinweise können für die weitere Klärung des Ablaufs von Bedeutung sein.
Für Verkehrsteilnehmende im Kanton bedeutet der Vorfall eine Erinnerung an die Folgen riskanten Verhaltens und an die Belastungen, die Unfälle für die Verkehrsinfrastruktur verursachen. Sperrungen grosser Tunnelstrassen führen nicht nur zu Verzögerungen im Individualverkehr, sondern belasten auch regionale Pendlerströme und den Güterverkehr. Die Behörden verweisen darauf, dass Fluchtversuche vor der Polizei in der Regel mit zusätzlichen straf- und verkehrsrechtlichen Konsequenzen verbunden sind, die von Strafverfahren bis zu Führerscheinmassnahmen reichen können.