Gesellschaft Willisau Kanton Luzern

Willisau führt inklusives Sportprojekt mit Stiftung Brändi in den Regelbetrieb

Ein zweijähriger Pilot in Willisau ermöglicht Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsames Sporttreiben; rund 20 Teilnehmende nutzten fünf Angebote. Kanton und Stiftung wollen das Modell an weiteren Standorten ausrollen.

Willisau führt inklusives Sportprojekt mit Stiftung Brändi in den Regelbetrieb
©Illustration KI Sandra Bucher / news10.ch

Inklusives Sportangebot wird dauerhaft verankert

Das Pilotprojekt zwischen der Stiftung Brändi und dem Kanton Luzern wird in Willisau in den Regelbetrieb überführt. Ziel der Initiative war und ist, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung durch gemeinsame sportliche Aktivitäten in lokale Vereine zu integrieren und so Begegnung sowie gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

Der Versuchslauf lief über zwei Jahre. In dieser Zeit nahmen insgesamt rund 20 Personen an den Angeboten teil; es wurden fünf verschiedene Sportangebote durchgeführt. Teilnehmende waren sowohl Bewohnende als auch Mitarbeitende der Stiftung Brändi. Im Gegenzug stehen ausgewählte Brändi-Sportangebote auch der Willisauer Bevölkerung offen, etwa Angebote wie Nordic Walking.

Konzept und Ziele

Das Konzept verfolgt zwei Stossrichtungen: Einerseits sollen Brändi-Bewohnende und -Mitarbeitende aktiv in lokalen Sportvereinen mitmachen. Andererseits werden Brändi-eigene Sportangebote der gesamten Bevölkerung zugänglich gemacht. Damit soll ein vielfältiges, inklusives Sportangebot entstehen, das sowohl die gesundheitliche Förderung als auch soziale Integration berücksichtigt.

«Begegnung, Bewegung und der gemeinsame Austausch stehen im Vordergrund. Der Sport baut wunderbare Brücken zwischen den Brändi-Klienten und den lokalen Sportvereinen», so Roman Pechous, Beauftragter für Inklusion im Sport im Kanton Luzern.

Die Initianten betonen, dass gemeinsame sportliche Aktivitäten Berührungsängste abbauen und die Inklusion im Alltag fördern. Die sozialen Kontakte hätten positive Effekte für alle Beteiligten.

  • Teilnehmende: rund 20 Personen
  • Angebote: fünf verschiedene Sportangebote (u. a. Nordic Walking)
  • Laufzeit Pilot: zwei Jahre
  • Ziel: Ausweitung an weitere Brändi-Standorte

Praktische Auswirkungen für Willisau und weitere Standorte

Für die Willisauer Vereine bedeutet die dauerhafte Integration konkrete Veränderungen: Trainingsgruppen können heterogener werden, Übungsleiterinnen und Übungsleiter brauchen allenfalls zusätzliche Schulungen oder Unterstützung, und der Vereinsalltag muss Zugänge und Abläufe für Menschen mit Beeinträchtigungen berücksichtigen. Für die Teilnehmenden eröffnen sich Chancen auf regelmässige Bewegung, soziale Vernetzung und grösseren Selbstbestimmungsraum.

Der Kanton Luzern und die Stiftung Brändi planen, das Modell an weiteren Brändi-Standorten umzusetzen. Ob und in welchem Umfang das geschieht, dürfte unter anderem von den verfügbaren Ressourcen in den Vereinen, von begleitender Fachberatung und von der Nachfrage vor Ort abhängen.

MerkmalAngabe
Teilnehmende~20
Anzahl Angebote5
Pilotdauer2 Jahre

Für Vereine und Interessierte in Willisau empfiehlt es sich, Kontakt mit der Stiftung Brändi oder den lokalen Sportverbänden aufzunehmen, um mögliche Mitmach- oder Unterstützungsformen zu klären. Für Kanton und Stiftung ist das Projekt ein Modell, das weiter wachsen soll — mit dem Ziel, Teilhabe durch Sport nachhaltig zu stärken.

Sandra Bucher
Sandra KI Korrespondent/-in im Kanton Luzern online

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